Prozess um Unglücksfähre

15 Jahre Haft für Sewol-CEO gefordert

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An einer Wand hängen die Fotos der Menschen, die auf der "Sewol" den Tod fanden. 

Seoul - Die Staatsanwaltschaft im südkoreanischen Gwangju hat für den Hauptgeschäftsführer der Betreibergesellschaft der gesunkenen Fähre „Sewol“ 15 Jahre Haft gefordert.

Kim Han-sik wird Totschlag und Verletzung des Schifffahrtssicherheitsgesetzes vorgeworfen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Donnerstag. Zusätzlich forderte die Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von gut 1500 Euro für den 71-jährigen. Die Fähre „Sewol“ war am 16. April südlich der koreanischen Insel Jindo gesunken und hatte über 300 Menschen in den Tod gerissen.

Laut Yonhap begründete der Staatsanwalt die Forderung damit, Kim sei sowohl für die Umbauten am Schiff als auch für das Überladen der 6825-Tonnen-Fähre verantwortlich. Mit seinem Verhalten habe er das Unternehmen aus einer defizitären Wirtschaftslage führen wollen. Für zehn weitere Angestellte der Chonghaejin Marine Co. forderte die Staatsanwaltschaft Gefängnisstrafen zwischen vier und zehn Jahren.

Für kommenden Dienstag wird der Urteilsspruch im Fall des angeklagten Kapitäns der Fähre erwartet. Die Staatsanwaltschaft hatte für ihn die Todesstrafe gefordert.

dpa

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