25 Jahre Haft für Fujimori in Peru bestätigt

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Fujimori war 2005 nach Chile gereist, wo er festgenommen und später an Peru ausgeliefert worden war.

Lima - Der frühere peruanische Präsident Alberto Fujimori ist auch in zweiter und abschließender Instanz wegen Menschenrechtsverbrechen zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Der Oberste Gerichtshof in der Hauptstadt Lima bestätigte mit der am Sonntag im Internet veröffentlichten Entscheidung das Urteil einer Vorinstanz vom April vergangenen Jahres. Damit müsste der 71-Jährige theoretisch bis 2032 hinter Gittern bleiben.

Allerdings gilt seine Tochter Keiko als eine der Favoriten für die Präsidentenwahl 2011. Sie hat bereits die Absicht bekundet, ihren Vater zu begnadigen, obwohl dies bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit eigentlich nicht zulässig wäre.

Das Berufungsgericht bestätigte weitgehend die Begründung des ersten Urteils. Fujimori sei “indirekter Urheber“ heimtückischer Morde und Entführungen sowie von Körperverletzung. Der frühere Präsident stand wegen zweier Massaker in den Jahren 1991 und 1992 mit insgesamt 25 Toten und zwei Entführungsfällen vor Gericht. Im September war er auch wegen Korruption und Unterschlagung zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden.

In den kommenden Monaten muss sich Fujimori auch noch wegen anderer Korruptions- und Bestechungsvorwürfe verantworten. Nach peruanischem Recht muss ein Verurteilter bei mehreren verhängten Haftstrafen nur jeweils die längste absitzen.

Fujimori regierte Peru von 1990 bis 2000, als er wegen zahlreicher Korruptionsaffären und Wahlbetrugs innenpolitisch unter Druck geriet und während einer Auslandsreise seinen Rücktritt erklärte. In Japan, der Heimat seiner Vorfahren, war er wegen seiner japanischen Staatsbürgerschaft vor einer Auslieferung an Peru sicher. 2005 reiste er jedoch nach Chile, wo er festgenommen und später an Peru ausgeliefert wurde.

dpa

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