USA jagen Mehrfachmörder

1 Million Dollar für Hinweise auf Verbrecher

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Die US-Polizei sucht den Verdächtigen in einer abgelegenen Gegend.

Big Bear Lake - Seit Tagen gibt es keine Spur von dem gesuchten Mehrfachmörder in Kalifornien. Jetzt setzten die Behörden viel Geld für einen Hinweis aus. Die Polizei will alten Rassismus-Vorwürfen des Gesuchten nachgehen.

Nach vier Tagen erfolgloser Jagd auf einen mutmaßlichen Mehrfachmörder haben die Behörden in Kalifornien eine Belohnung von einer Millionen Dollar ausgesetzt. Das Geld (rund 750 000 Euro) gebe es für einen Hinweis, der zur Inhaftierung des 33-jährigen Ex-Polizisten Christopher Dorner führe, sagte der Bürgermeister von Los Angeles, Antonio Villaraigosa, am Sonntag.

Nach dem militärisch geschulten Mann, der seinen früheren Kollegen über Facebook mit „Krieg“ gedroht hat, wird seit Tagen in einer verschneiten Bergregion in Kalifornien gefahndet. Tausende Polizisten durchkämmen teils zu Fuß die dichten Wälder. Die Polizei geht davon aus, dass der Gesuchte schwer bewaffnet ist, unter anderem mit einem Sturmgewehr.

Die letzte Spur des Gesuchten ist ein ausgebrannter Lastwagen in einem Skigebiet, der am Donnerstag entdeckt worden war. In Innern sei eine Campingausstattung gefunden worden, teilten die Ermittler am Sonntag mit. Der Wagen sei aber so stark verkohlt, dass man keine weiteren Aussagen über seinen Inhalt machen könne.

Der 33-jährige Flüchtige, der 2008 wegen angeblicher Falschaussagen entlassen wurde, hat früheren Vorgesetzten Rache geschworen. Sein Vorwurf, er sei als Schwarzer Opfer von Rassismus innerhalb der Polizei geworden, solle jetzt neu untersucht werden, sagte Polizeichef Charlie Beck am Wochenende. „Dies geschieht nicht, um einen Mörder zu besänftigen. Es geschieht, um der Öffentlichkeit zu versichern, dass die Polizei in allen Dingen transparent und fair ist.“ Falls Dorner sich stelle, werde die Behörde „sich gerne anhören, was er zu sagen hat“.

Das Disziplinarverfahren, das 2008 zur Entlassung von Dorner geführt hatte, werde noch einmal aufgerollt. Dorner hatte im Internet erklärt, er habe damals exzessive Gewalt durch seinen Vorgesetzten angezeigt und sei deshalb entlassen worden.

Der 33-Jährige wird verdächtigt, in den vergangen Tagen drei Menschen getötet zu haben - ein Opfer war die Tochter eines früheren Vorgesetzten. Im Online-Netzwerk Facebook hatte sich der Mann selbst mit der Tat in Verbindung gebracht und seinen Ex-Kollegen gedroht: Er werde „eine unkonventionelle und asymmetrische Art von Krieg über Personen in der Polizeiuniform von Los Angeles bringen, egal ob sie im Dienst sind oder nicht“.

ap

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