Israel riegelt Westjordanland ab

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Das traditionelle Freitags-Gebet auf dem Tempelberg.

Jerusalem - Isreal hat zum traditionellen Freitagsgebet auf dem Tempelberg in Jerusalem das Westjordanland abgeriegelt. Grund dafür sind die Unruhen und Krawalle der letzten Wochen.

Die Sperre gelte bis zur Nacht zum Sonntag, teilte die Armee am Freitag mit. Von der Regelung ausgenommen seien unter anderem Personen, die medizinische Hilfe benötigen, 550 Lehrer sowie der Warenverkehr.

Einen genauen Grund für die Sperre gab die Armee nicht an. Normalerweise riegelt Israel aus Sorge vor Anschlägen das Westjordanland nur vor jüdischen Feiertagen ab. In den vergangenen Wochen war es jedoch immer wieder zu Krawallen auf dem Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem gekommen.

Garantie auf freie Religionsausübung in Jerusalem

Insbesondere nach dem traditionellen Freitagsgebet kam es regelmäßig zu Auseinandersetzungen zwischen muslimischen Gläubigen und israelischen Sicherheitskräften. Beide Seiten haben jeweils die andere für die Gewalt verantwortlich gemacht.

Der Tempelberg (Haram al-Scharif) mit dem Felsendom und der Al-Aqsa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam. Die unter dem Felsenbergplateau gelegene Klagemauer ist heute der heiligste Ort im Judentum. Die israelische Regierung hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, dass sie die freie Religionsausübung in Jerusalem garantieren wolle.

dpa

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