Islamisten planten Terroranschläge in London

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Ein Wachmann vor der Börse in London. Eine Gruppe radikaler Islamisten hat um Weihnachten 2010 Terroranschläge auf die Londoner Börse, Londons Bürgermeister und andere Ziele in der britischen Hauptstadt geplant.

London - Eine Gruppe radikaler Islamisten hat um Weihnachten 2010 Terroranschläge auf die Londoner Börse, Londons Bürgermeister und andere Ziele in der britischen Hauptstadt geplant. Was sie genau vorhatten:

Vier Männer gestanden am Mittwoch vor einem Londoner Gericht, dass sie mehrere Briefbomben verschicken wollten. Auch hätten sie über Anschläge im Ausmaß der Terrorattacken im indischen Mumbai gesprochen, bei denen im November 2008 mehr als 170 Menschen starben.

Die insgesamt neun Männer aus London und Städten in Wales, die sich für die Pläne verantworten müssen, sollen in der kommenden Woche verurteilt werden. Sie haben jeweils unterschiedliche Terrorvorwürfe gestanden, Urteile über mehrere Jahre Haft werden erwartet. Die Männer haben alle die britische Staatsbürgerschaft, stammen aber aus Pakistan und Bangladesch.

Die schlimmsten Terroranschläge seit dem 11. September

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Auf einer handgeschriebenen Liste mit Anschlagszielen standen neben der Börse und Bürgermeister Boris Johnson auch die US-Botschaft in London sowie zwei Rabbiner. Auch Kneipen in anderen Städten wurden als mögliche Ziele besprochen, Aufenthalte in Terror-Trainigscamps waren im Gespräch.

Die Gruppe war aufgeflogen, nachdem Kriminalbeamte in Zivil unter anderem zwei der Männer dabei beobachtet hatten, als sie das Londoner Parlamentsgebäude, das Riesenrad London Eye und die Kirche Westminster Abbey ausspionierten. Im Dezember 2010 wurden sie festgenommen.

Terrorlager in Pakistan

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Die Männer, die alle zwischen Anfang 20 und 30 Jahre alt sind, hatten sich über ihre Aktivitäten in islamistischen Gruppen kennengelernt und über Internet kommuniziert. Sie hatten heimliche Treffen in Parks abgehalten. Unter anderem wurde eine Zeitschrift der Terrororganisation Al-Kaida gefunden, in der ein Artikel mit dem Titel “Wie man in der Küche seiner Mutter eine Bombe baut“ abgedruckt war.

dpa

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