Wohl eine Beziehungstat

Iserlohn: Furchtbare Messerattacke mit zwei Toten - Staatsanwalt veröffentlicht dramatische Details 

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Mit Polizeiband ist der Zugang zum Stadtbahnhof gesperrt. Bei einem Messerangriff am Bahnhof sind zwei Menschen ums Leben gekommen. 

Ein Mann und eine Frau wurden bei einer schrecklichen Messerattacke in Iserlohn getötet, ein Baby blieb unverletzt. Nun kommen weitere dramatische Details ans Licht. 

Update vom 22. August 2019: Wenige Tage nach der schrecklichen Bluttat von Iserlohn kommen nun weitere dramatische Details ans Licht. Wie come-on* berichtet, sollen nun mehr als zwei Dutzend Zeugen zu den Geschehnissen befragt werden. Nils Warmbold ist bei der Staatsanwaltschaft Hagen für den Fall zuständig und erklärt in dem Gespräch: „Der Tatverdächtige hat sich neben seinem Geständnis zur Tat zwar durchaus weiter zur Sache eingelassen, aber längst nicht alles, was er ausgesagt hat, ist für uns auch plausibel.“

Der Unfallhergang scheint für Ermittler dagegen mittlerweile klar zu sein. „Zunächst hat er den 23-jährigen Mann angegriffen, der aus dem Auto ausgestiegen war, dann die Frau, die ebenfalls ausgestiegen war. Beide Opfer haben vergeblich versucht, vor dem Täter zu flüchten. Den 23-Jährigen hat er dann bis zum Bahnsteig verfolgt und immer wieder auf ihn eingestochen. Zu diesem Zeitpunkt muss die Frau schon schwerst verletzt im Bereich des Parkhauses gelegen haben. Dort starb sie dann auch", erklärt Warmbold. 

Wie das Portal ebenfalls berichtet, lebte das Opfer der Attacke bereits seit elf Monaten anonym im Frauenhaus. Die junge Mutter flüchtete demnach vor dem gewalttätigen 43-Jährigen. Wie der spätere Täter seine Ex-Freundin finden konnte, ist noch unklar. Gegen ihn wurde bereits Haftbefehl wegen zweifachen Totschlags erlassen. Nun soll jedoch geprüft werden, ob der Kosovo-Albaner wegen Mordes angeklagt werden kann. 

Update vom 20. August 2019, 8.23 Uhr: Nach der tödlichen Messerattacke in Iserlohn kommen nun weitere dramatische Details ans Licht. Wie Staatsanwalt Nils Warmbold  im Gespräch mit Bild erklärt, soll gegen den Täter bereits in der Vergangenheit ermittelt worden sein. 

„Es soll einen Vorfall wegen häuslicher Gewalt gegeben haben. Deswegen soll sich die Frau auch im Frauenhaus in Solingen befunden haben“, erklärt Warmbold. Wie es für die kleine Tochter der Getöteten nun weitergeht, ist noch unklar. Das erst zwei Monate alte Baby überlebte die Attacke am Bahnhof unversehrt, sie lebt nun in einer Pflegefamilie. Nun soll geklärt werden, ob Angehörige der Verstorbenen den Säugling zu sich nehmen können. 

Update vom 19. August 2019, 17.47 Uhr: Nach der Messerattacke auf eine 32-jährige Frau und ihren Lebensgefährten am Bahnhof von Iserlohn hat der Verdächtige laut Ermittlern seine Tat gestanden. „Wir vermuten, dass das Motiv in der Beziehung zu finden ist“, erklärt der Hagener Staatsanwalt Nils Warmbold. 

So soll es sich bei dem Tatverdächtigen um den Ehemann des Opfers handeln. Er soll seine getrennt lebende Frau und ihren Lebensgefährten umgebracht haben. Ob er von dem Baby (siehe Update vom 18. August, 13.45 Uhr) wusste, ist unklar. Zur genauen Identität des 43-jährigen mutmaßlichen Täters wollte sich die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst allerdings nicht weiter äußern. 

Messerattacke in Iserlohn mit zwei Toten: Kinder werden Zeuge der Tat und schildern Unfassbares 

Update vom 19. August 2019, 9.43 Uhr: Noch immer herrscht Unklarheit über das Motiv der Messerattacke von Iserlohn. Auch zwei Tage nach der Tag herrscht Entsetzen in der Stadt, vor allem bei den zahlreichen Augenzeugen der Bluttat. Wie ikz-online berichtet, seien auch Kinder Zeugen der Tat geworden. Die drei Jugendlichen seien demnach direkt, nachdem Rettungskräfte am Tatort eingetroffen waren, von Notfallseelsorgern betreut worden. 

Wie die drei 13 und 14 Jahre alten Kinder im Gespräch mit dem Portal erklären, habe der mutmaßliche Täter sein späteres Opfer zunächst zu Fall gebracht. „Er hat versucht aufzustehen, dann hat der andere sich auf ihn draufgelegt und weitergemacht. Dann hat er auch noch gelacht“, erklärt einer von ihnen. 

Kurz darauf erklärt die Polizei über ihren Twitter-Account: „Wenn ihr selbst betroffen wart oder was gesehen habt: wir kümmern uns gemeinsam mit der Feuerwehr um euch!“. 

Zwei Tote nach Messerattacke in Iserlohn - Das waren die News vom 18. August 

13.45 Uhr: Wie die Polizei nun mitteilt, wurde der kosovarisch-stämmige Tatverdächtige mittlerweile dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehl wegen zweifachen Totschlags. Warum der 43-Jährige die beiden Personen attackierte, ist noch immer nicht klar. Anhaltspunkte dafür, dass er zur Tatzeit unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand, haben sich bislang nicht ergeben.

Wie die Polizei weiter erklärt, handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um den Ehemann des 32-jährigen kosovarisch-stämmigen Opfers. Die Eheleute lebten in Trennung. Beim 23-jährigen afghanisch-stämmigen Opfer soll es sich um den neuen Lebensgefährten der Toten handeln. Die Getötete war zur Tatzeit in Iserlohn wohnhaft. Ob sich die drei Personen am Bahnhof verabredet hatten oder wie es zu dem Zusammentreffen kam, ist noch unklar.

Nach Messerattacke in Iserlohn: Todesursache steht nach Obduktion fest 

Beide Opfer wurden heute in Dortmund obduziert. Die Todesursache bei beiden Opfern seien demnach zahlreiche Verletzungen durch scharfe Gewalteinwirkung. Die Tatwaffe konnte am Tatort sichergestellt werden. Hierbei handelt es sich um ein handelsübliches Küchenmesser mit 12 cm Klingenlänge.

Im Fahrzeug des weiblichen Opfers befand sich zur Tatzeit ein 2 Monate altes Mädchen. Die Tochter der Getöteten konnte von Zeugen an sich und in Sicherheit gebracht werden. Das Baby wurde unverletzt ins Krankenhaus gebracht und befindet sich nun in der Obhut des Jugendamtes. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen ist das 23-jährige Opfer mit hoher Wahrscheinlichkeit der Vater des Kindes.

Zwei Menschen bei Messerattacke in Iserlohn getötet - Augenzeugen schildern dramatische Minuten  

11.45 Uhr: Noch immer herrscht Unklarheit über das Motiv des brutalen Angriffs in Iserlohn. Augenzeugen schildern nun jedoch die dramatischen Minuten an dem Bahnhof. Wie ikz-online berichtet, wurde direkt nach dem Angriff in der Volkshochschule eine Notfallseelsorge-Station für betroffene Zeugen eingerichtet. Augenzeugen berichten demnach, dass der mutmaßliche Täter zunächst von Passanten umringt worden sei. Diese hätten jedoch keinen Versuch unternommen, dem Täter die Tatwaffe zu entreißen. 

Wie das Portal weiter berichtet, seien umstehende Passanten dann von Busfahrern und mehreren Taxifahrern durch laute Hupgeräusche gewarnt worden. Schreie von Passanten seien trotzdem lautstark zu hören gewesen. Wie ikz-online weiter berichtet, habe sich der Täter nach der Tat freiwillig auf den Boden gesetzt und auf die Polizei gewartet. Zeugen berichten demnach, der 43-Jährige habe währenddessen mit seinem Handy telefoniert. Ein zufällig vor Ort gewesener Notarzt habe für die Opfer keinerlei Hilfe mehr leisten können. 

Iserlohn: Messerattacke mit zwei Toten - Verdächtiger festgenommen

9.34 Uhr: Ein zweimonatiges Baby hat bei einem Messerangriff in Iserlohn seine Mutter verloren. Bei der am Samstag getöteten 32-Jährigen handele es sich um die Mutter des Mädchens, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag. Auch ein 23 Jahre alter Mann war nach dem Angriff ums Leben gekommen. Das Baby überlebte unverletzt. Ein dringend tatverdächtiger 43-Jähriger wurde am Nachmittag am Tatort festgenommen worden. Er soll im Laufe des Sonntags einem Haftrichter vorgeführt werden, sagte der Sprecher.

In welcher Verbindung die beiden Getöteten und der Festgenommene zueinander standen, war zunächst nicht bekannt. Der aus Bergisch Gladbach stammende Verdächtige hatte sich noch am Samstag am Boden sitzend widerstandslos festnehmen lassen. Es hatte viele Augenzeugen der Bluttat gegeben, darunter eine Hochzeitsgesellschaft mit rund 20 Menschen. Die Leiche der Frau lag im nahen Parkhaus, die des Mannes auf einem Bahnsteig.

Messerattacke an Bahnhof Iserlohn: Zwei Menschen sterben - Polizei wendet sich an Zeugen 

Update vom 18. August 2019, 8.38 Uhr: Auch einen Tag nach der Messerattacke am Bahnhof in Iserlohn herrscht Unklarheit über das Motiv des Angriffs. Ebenfalls unklar: in welcher Verbindung die drei Personen zueinander stehen. 

Wie t-online berichtet, sei die Frau im nahen Parkhaus erstochen worden. Der Mann sei auf dem Bahnsteig Opfer seines Angreifers geworden. In dem Bahnhof seien viele Passanten Zeugen der Tat geworden. Die Polizei erklärt deshalb über Twitter: „Wenn ihr selbst betroffen wart oder was gesehen habt: wir kümmern uns gemeinsam mit der Feuerwehr um euch!“. 

Update 17. August, 22 Uhr: Die 32 Jahre alte Frau hatte während der Tat ein zwei Monate altes Baby bei sich, das unverletzt blieb. Ob das Mädchen ihre Tochter ist, war zunächst noch unklar. Der getötete Mann war 23 Jahre alt.

Der aus Bergisch-Gladbach stammende Verdächtige hatte sich am Boden sitzend widerstandlos festnehmen lassen, wie der Sprecher sagte. Er sollte am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt werden. „Unsere bisherigen Ermittlungen lassen keinen anderen Schluss zu, als dass es sich um eine Beziehungstat handelt.“ In welcher Verbindung die drei Menschen zueinander standen, wurde zunächst nicht bekannt.

Messerattacke in Iserlohn: Hochzeitsgesellschaft sieht alles mit an

Unsere Erstmeldung vom 17. August (17 Uhr):

Iserlohn - Bei einem Messerangriff am Bahnhof von Iserlohn sind am Samstag ein Mann und eine Frau ums Leben gekommen. Ein dringend tatverdächtiger Mann sei am Nachmittag widerstandlos am Tatort festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presse-Agentur. Am Sonntag sollte der Verdächtige einem Haftrichter vorgeführt werden. „Unsere bisherigen Ermittlungen lassen keinen anderen Schluss zu, als dass es sich um eine Beziehungstat handelt.“ Bei den Getöteten handelt es sich um eine 32-jährige Frau und einen 23-jährigen Mann.

Zwei Tote in Iserlohn: Hochzeitsgesellschaft wird Zeuge der Messerattacke 

Es habe viele Augenzeugen der Bluttat gegeben, darunter ausgerechnet auch eine Hochzeitsgesellschaft mit rund 20 Personen.

„Der Bahnhof liegt recht zentral und zur Tatzeit war viel Publikumsverkehr unterwegs.“ Die schockierten Hochzeitsgäste, Passanten und Fahrgäste wurden im Bahnhofsgebäude von Seelsorgern betreut. „Wenn Ihr selbst betroffen wart oder was gesehen habt: wir kümmern uns mit der Feuerwehr“, schrieb die Polizei auf Twitter.

Bahnhof in Iserlohn wurde nach Messerangriff gesperrt

Der Bahnhof wurde abgesperrt. Das galt auch für einen Bahnsteig, weil sich das blutige Drama dort in unmittelbarer Nähe abgespielt hatte. Auf einem zweiten Bahnsteig konnte der DB-Verkehr aber weiter rollen.

Damit die Fahrgäste den Tatort nicht sehen mussten, wurden sie auf einem Umweg zum Bahnhofsvorplatz und Busbahnhof begleitet, wie der Polizeisprecher weiter schilderte. Schon kurz nach der Tat nahm eine Mordkommission ihre Arbeit vor Ort auf.

Obduktion soll Todesursache nach Messerattacke ans Licht bringen

Zum genauen Verlauf äußerten die Ermittler sich zunächst nicht. Bei der Auseinandersetzung sei ein Messer eingesetzt worden. Eine Obduktion werde die genaue Todesursache ans Licht bringen. Wohl am Sonntag oder Montag werde sich die Staatsanwaltschaft zu dem Fall äußern.

dpa

Am selben Tag war auch die Polizei in Göttingen am dortigen Bahnhof im Einsatz. Dort kamen die Menschen allerdings noch mit dem Schrecken davon. 

Die erst 15 Jahre alte Melissa Lange aus Erbach gilt bereits seit fünf Tagen als vermisst. Die Polizei veröffentlicht nun ein Foto der Schülerin. Einen Schock am Hauptbahnhof Hamburg erlebte indes ein um Hilfe bittender blinder Mann, wie nordbuzz.de* berichtet.

*nordbuzz.de und come-on.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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