Iran: Inhaftierter Newsweek-Reporter "gesteht"

Der Journalist soll die Proteste angestachelt haben.

Teheran - Ein im Iran inhaftierter US-Journalist hat angeblich gestanden, im Dienste westlicher Regierungen gegen das Regime gearbeitet zu haben.

Der Korrespondent des Magazins “Newsweek“ habe bei einer Pressekonferenz erklärt, mit tendenziöser Berichterstattung vor den Wahlen auf einen Umsturz im Iran abgezielt zu haben, zitierte der amerikanische Nachrichtensender CNN einen Bericht der halb-staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars vom Mittwoch.

“Newsweek“ nannte die Vorwürfe “absurd“. Der 42-jährige Maziar Bahari war am 21. Juni nach den umstrittenen Präsidentenwahlen von Regierungskräften verhaftet worden. Dem Agenturbericht zufolge hat Bahari öffentlich geschildert, wie westliche Journalisten vor den Wahlen auf einen Umsturz im Iran hingearbeitet hätten. So hätten sie die öffentliche Unterstützung für die Führung in Teheran gezielt kleingeredet und die Wahlen von vornherein als manipuliert hingestellt.

“Newsweek“ verteidigte den Reporter kanadisch-iranischer Abstammung als guten Mitarbeiter, der über jeden Verdacht erhaben sei. Seit seiner Verhaftung habe Bahari weder mit einem Anwalt noch mit seiner Familie sprechen können. Gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatten im Iran Hunderttausende Menschen protestiert. Mehrere hundert von ihnen wurden Berichten zufolge festgenommen, darunter auch Journalisten.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Werder-Ankunft in Köln

Werder-Ankunft in Köln

Meistgelesene Artikel

Weitere Häuser in Kalifornien gehen in Flammen auf - schon 38 Tote

Weitere Häuser in Kalifornien gehen in Flammen auf - schon 38 Tote

Albtraum-Unfall: Rentner stürzen von Tiroler Pass-Straße in felsige Tiefe

Albtraum-Unfall: Rentner stürzen von Tiroler Pass-Straße in felsige Tiefe

Anführer der Pakistan-Taliban offenbar tot

Anführer der Pakistan-Taliban offenbar tot

Mann macht unheimliches Video auf Flucht vor verheerenden Bränden in Kalifornien

Mann macht unheimliches Video auf Flucht vor verheerenden Bränden in Kalifornien

Kommentare