Institutes of Health berichtet

Inzidenz in den USA rast auf Corona-Rekord zu: 200.000 Infektionen am Tag?

Die Corona-Lage den USA spitzt sich zu. Schon bald könnte die Inzidenz auf einem Niveau sein, das nie zu vor erreicht wurde. Experte wirbt eindringlich für Covid-19-Impfungen.

Washington, D.C. – Die USA ist ab sofort ein Hochinzidenz-Gebiet. Der Chef des US-amerikanischen Institutes of Health, Dr. Francis Collins, appelliert an die Bevölkerung eindringlich, sich impfen zu lassen. Denn schon bald könnte das Corona-Geschehen bei 200.000 Infektionen pro Tag liegen.

LandUSA
Fläche9.834.000 km²
Bevölkerung328,2 Millionen
HauptstadtWashington, D.C.

Dieser Wert wurde seit den schlimmsten Tagen der Pandemie in den USA nicht mehr erreicht, so das National Institute of Health.

Aktuelle Inzidenz in den USA: Corona-Neuinfektionen liegen bei knapp 130.000 – Bundestaat Louisiana weiterhin Covid-19-Spitzenreiter

Am Sonntag meldeten die US-Behörden rund 130.000 Neuinfektionen, die aktuelle Inzidenz in den USA liegt damit am 15. August bei 276,4. Am 4. Juli waren es noch rund 3000 neue Fälle pro Tag. Insgesamt liegen über 76.000 Menschen im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 im Krankenhaus. Zudem verzeichneten die USA 662 neue Todesfälle aufgrund von Covid-19.

Und ein Ende ist nicht in Sicht. Die größten Sorgen bereiten US-Präsident Joe weiterhin Staaten wie Texas und Alabama. Aber vor allem in Louisiana macht die Corona-Pandemie einsam die Runde. Der Bundesstaat am Golf von Mexiko weist mit einer 126 Covid-19-Neuinfektion pro 100.000 Einwohnern weiterhin astronomische Zahlen auf.

US-Inzidenz: 200.000 Corona-Fälle pro Tag wären keine Überraschung

Dr. Francis Collins sagte am Sonntag gegenüber Fox News, das sei ein Anstieg von über 700 Prozent in nicht mal zwei Monaten. Er glaubt, dass die Corona-Zahlen und die US-Inzidenz in den kommenden Wochen noch weiter ansteigen könnten.

„Ich werde überrascht sein, wenn wir in den nächsten Wochen nicht 200.000 Fälle pro Tag überschreiten, und das ist herzzerreißend, wenn man bedenkt, dass wir nie gedacht hätten, dass wir wieder in diesem Bereich sein würden“, sagte Collins.

Corona-Inzidenz in den USA explodiert: Ungeimpfte sind „leichte Beute“

Er plädierte erneut, sich gegen Corona impfen zu lassen. Ungeimpfte nannte er „Sitting Ducks“ für die hochansteckenden Delta-Variante also auf Deutsch so viel wie „leichte Beute“.

Das 90 Millionen US-Amerikanerinnen und Amerikaner immer noch ungeimpft seien, nannte Collins ein Debakel. Dabei machte er auch darauf aufmerksam, dass die USA in den kommenden Tagen entscheiden werde, ob im Herbst mehr sogenannte Coronavirus-Booster-Impfungen also eine zusätzliche Corona-Impfung angeboten werden. Zuvor hatte die US-Regierung sogar Impf-Empfehlungen für Schwangere ausgesprochen.

Die hohe Corona-Inzidenz und die Lage in Afghanistan setzen dem US-Präsidenten Joe Biden sichtlich zu. (kreiszeitung.de-Montage)

Die Behörden hätten aktiv untersucht, ob zusätzliche Impfungen für bereits vollständig Geimpfte notwendig seien und nehmen dabei „fast täglich“ auch Bezug auf die Fallzahlen in den USA, aber auch in anderen Ländern wie Israel, die ebenfalls mit zusätzlichen Impfungen arbeiten würden. Auch in Deutschland wird immer wieder über eine Booster-Impfung diskutiert.

Extra-Impfung USA: Bisherige Impfstoff wie Biontech, Moderna oder Johnson & Johnsons gelten als ausreichend

Eine Entscheidung pro Booster-Impfung sei bisher noch nicht beschlossen worden, da die Zwei-Dosen-Behandlung von Biontech/Pfizer oder Moderna oder das Einmal-Impfen mit Johnson & Johnson bisher als ausreichend schützend gegen das Corona-Virus galt – einschließlich der Delta-Variante. Einige US-Staaten gehen derweil sogar so weit, das es heißt: Ungeimpfte müssen draußen bleiben.

Institutes of Health-Chef: „Sorgen, dass Wirksamkeit nachlassen könnte“

Die jüngsten Aussagen von Collin deuten nun jedoch in eine andere Richtung, als der bisherige Kurs der USA. „Es besteht die Besorgnis, dass die Wirksamkeit des Impfstoffs nachlassen könnte“, so Collins.

„Und Delta ist für uns eine unangenehme Angelegenheit“, erklärte der US-Experte weiter. „Die Kombination dieser beiden bedeutet, dass wir möglicherweise Booster benötigen, möglicherweise zuerst bei Gesundheitsdienstleistern sowie bei Menschen in Pflegeheimen und dann schrittweise mit anderen, wie beispielsweise älteren Amerikanern.“

Booster-Impfung: USA entscheide auch anhand der Falldaten

Er sagte, da die Delta-Variante erst im Juli begann, die USA hart zu treffen, würden die „nächsten Wochen“ der Falldaten den USA helfen, eine Entscheidung zu treffen.

Laut den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) haben derzeit etwa 60 Prozent der US-Bevölkerung mindestens eine Dosis erhalten und fast 51 % seien – ungeachtet möglicher Booster-Impfungen – vollständig geimpft.

Ob das am Ende aber die möglichen 200.000 Corona-Infizierte verhindert, gilt es zu beweisen. Denn vor allem die Bundesstaaten mit besonders niedriger Impfrate wie Louisiana, Texas, Florida und Mississippi stellen ein Problem für die USA im Kampf gegen hohe Inzidenzen und Corona dar. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jim Lo Scalzo/Ting Shen/dpa

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