Indonesien erneut von Erdbeben erschüttert

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Mit Mundschutzmasken suchen die Mitglieder der Rettungsteams nach Überlebenden in den Trümmern.

Jakarta - Indonesien ist am Sonntagmorgen erneut von einem Erdbeben erschüttert worden. Vier Tage nach dem ersten Erdbeben gibt es zudem kaum noch Hoffnung, in den Trümmern Überlebende zu bergen.

Von dem Beben am Sonntag war die östlichste Provinz des Inselreiches, Westpapua, betroffen. Bei dem Beben der Stärke 6,1 wurde nach ersten Angaben der seismologischen Agentur des Landes niemand verletzt. Es habe auch offensichtlich keine Schäden gegeben. Das Beben ereignete sich rund 120 Kilometer nordwestlich von Manokwari etwa 56 Kilometer unter dem Meeresboden.

Unterdessen schwinden die Hoffnungen, unter den Trümmern noch Überlebende zu finden. Vizepräsident Jusuf Kalla sagte am Sonntag, es gehe jetzt nur noch darum, die Beisetzungen zu organisieren. In abgelegenen Dörfern des Katastrophengebiet kamen nach Angaben der Behörden mindestens 644 Menschen ums Leben, womit die Gesamtzahl der Todesopfer auf mehr als 1.300 stieg. Aber etwa 3.000 Menschen werden immer noch vermisst. Mindestens drei Dörfer des Bezirks Padang Pariaman an der Westküste von Sumatra wurden von Erdrutschen verschüttet, die das Beben der Stärke 7,6 ausgelöst hat.

Die Dörfer seien 30 Meter in die Tiefe gerutscht, sagte der Leiter des Krisenzentrums im Gesundheitsministerium, Rustam Pakaya. “Selbst das mehr als 20 Meter hohe Minarett der Moschee ist verschwunden.“ Im Dorf Jumanak wurden nach Angaben von Überlebenden 200 bis 300 Gäste einer Hochzeitsfeier in einem Restaurant lebendig begraben.

Am Mittwochabend hatte ein Erdbeben der Stärke 7,6 die Insel Sumatra heimgesucht. Das Gesundheitsministerium geht inzwischen von mindestens 1200 Toten aus.

dpa 

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