Fehlerhafte Wirksamkeit der Impfstoffe nicht ausgeschlossen

Abgelaufene Impfstoffe wegen Panne erhalten? Das müssen Sie jetzt wissen

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Abgelaufene Impfstoffe wegen Panne erhalten? Das müssen sie jetzt wissen

Impf-Panne in Deutschland: In mehreren Städten sind abgelaufene Biontech- und Moderna-Dosen verabreicht worden.

Diese Meldung könnte für tausende Menschen in Deutschland ein echter Schock sein. Wie jetzt bekannt wurde, sind mehrere abgelaufene Biontech-Dosen in Impfzentren verabreicht worden. Eine heftige Impf-Panne. Doch was müssen die Betroffenen jetzt unbedingt wissen? Experten stellen die Wirksamkeit in Frage. Zuletzt berichtete echo24.de* über den Impfschutz der einzelnen Vakzine*.

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) schreibt, haben zwischen dem 4. und 6. Januar 2022 in einem Impfzentrum in Ebersberg (Oberbayern) 1.800 Menschen abgelaufene Dosen des Biontech-Impfstoffs verabreicht bekommen. Der Geschäftsführer der Betreiberfirma Tresec, Liam Klages, bestätigte den Vorfall gegenüber der dpa auf Anfrage.

Impf-Panne in Deutschland: Über 4.000 Menschen betroffen

Nicht das einzige Impfzentrum, dass sich einen solchen Fehler erlaubt hat. Die Berliner Morgenpost schreibt in einem Artikel von über insgesamt 4.000 Menschen, denen abgelaufener Impfstoff injiziert wurde. In Köln wurden demnach zum Jahreswechsel fast 2.000 Menschen mit abgelaufenen Moderna-Dosen geimpft. In allen Fällen ist bei den entsprechenden Gesundheitsministerien von „menschlichen Versagen“ die Rede.

Erst am Mittwoch, 12. Januar 2022, ist jetzt noch bekannt geworden, dass auch in Ingolstadt Anfang des Jahres 201 Fälle zur bundesweiten Impf-Panne dazugezählt werden müssen. Laut einer dpa-Meldung teilte die Stadt bereits mit, dass die Personen, die an genannten Tagen dort mit Biontech geimpft wurden, bereits kontaktiert wurden.

Abgelaufener Impfstoff: Unterschiedliche Meinungen zur Wirksamkeit

In einem Beitrag des Bayerischen Rundfunk zu den Vorfällen in Bayern, erklärte eine Impfexpertin vom Klinikum Rechts der Isar in München, es bestünden keine gesundheitlichen Folgen und auch der Impfschutz bleibe bestehen. Das Vakzin verliert demnach nicht sofort mit Ablauf der Haltbarkeit seine Wirksamkeit.

Paul-Ehrlich-Institut

Laut eigenen Angaben ist das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, für folgende Arzneimittel für Mensch und Tier zuständig. Unter anderem für Allergene, Arzneimittel für neuartige Therapien und Impfstoffe. Außerdem für Immunologische Tierarzneimittel wie Sera, Impfstoffe und Immunmodulatoren. Das PEI ist zudem zum Beispiel verantwortlich für die Genehmigung der klinischen Prüfung von Humanarzneimitteln, für Arzneimittelsicherheit, für die Beratung von nationalen, europäischen und internationalen Gremien bei der Beurteilung von Risiken und der Entwicklung von Leitfäden und für die Forschung auf den Gebieten der Allergologie, Bakteriologie, Biotechnologie, Immunologie, Hämatologie, Transfusionsmedizin, Veterinärmedizin und Virologie.

Und auch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gibt Entwarnung. Die Experten gehen nicht davon aus, dass von den abgelaufenen Impfstoffen eine gesundheitliche Gefahr ausgeht. Allerdings sieht man es im Institut bei der noch vorhandenen Wirksamkeit deutlich kritischer. Man können eben nicht vollständig davon ausgehen, dass bei den Impfstoffen nach Ablauf und abweichender Lagerung von den Vorschriften, es zu keinen „Einbußen hinsichtlich der Wirksamkeit“ gibt. Einen Verlust der kompletten Wirkung schließt aber auch das PEI aus.

Gerade bei der Problematik der Lagerung könnte es mit dem neuen Impfstoff Novavax* deutlich besser aussehen. In einem Vergleich mit Biontech* schnitt das Vakzin des US-Herstellers besser ab.

Geimpft mit abgelaufenen Impfstoff: Das sollten sie jetzt wissen

In einem Bericht der Berliner Morgenpost findet sich zudem die Empfehlung des Paul-Ehrlich-Institut für die betroffenen Personen. Bei Erstimpfungen mit einem verfallenen Vakzin, sollte eine Zweitimpfung die Einbußen der Wirksamkeit ausgleichen. Bei einer Zweitimpfung mit einem abgelaufenen Impfstoff sollte man nach drei Monaten zum Boostern.

Dem Bericht zur Folge sollten Betroffene, die ihre „Boosterimpfung mit dem verfallenen Impfstoff erhalten haben, bereits ein viertes Mal geimpft werden – frühestens vier Wochen und spätestens drei Monaten nach der dritten Impfung“.

So reagieren die Städte auf die Impf-Panne

Als Reaktion auf die Impf-Panne erklärte die Stadt Köln bereits, dass man den entsprechenden Personen ein erneutes Impfangebot in Aussicht gestellt hätte. In Oberbayern können Betroffene kostenlos ihre Antikörperzahl bestimmen lassen und im Zweifel erneut geimpft werden. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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