Schwere Fluten

"Matthew" kommt in South Carolina an Land

Ein Auto steht in St. Augustine, Florida, auf einer überfluteten Straße. Foto: Douglas R. Clifford/ZUMA/dpa
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Ein Auto steht in St. Augustine, Florida, auf einer überfluteten Straße. Foto: Douglas R. Clifford/ZUMA/dpa
Eine von "Matthew" umgerissene Straßenlaterne in Daytona Beach in Florida. Foto: Willie J. Allen jr
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Eine von "Matthew" umgerissene Straßenlaterne in Daytona Beach in Florida. Foto: Willie J. Allen jr
Gefährliches Spiel an der Cocoa Beach Pier, Florida. Foto: Douglas R. Clifford/ZUMA/dpa
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Gefährliches Spiel an der Cocoa Beach Pier, Florida. Foto: Douglas R. Clifford/ZUMA/dpa
Momentaufnahme aus Daytona Beach in Florida. Hurrikan "Matthew" zieht nun die US-Ostküste hinauf. Foto: Willie J. Allen jr
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Momentaufnahme aus Daytona Beach in Florida. Hurrikan "Matthew" zieht nun die US-Ostküste hinauf. Foto: Willie J. Allen jr
Eine Frau rettet in Playa Gelee auf Haiti verwertbare Dinge aus den Trümmern ihres Hauses. Foto: Orlando Barría
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Eine Frau rettet in Playa Gelee auf Haiti verwertbare Dinge aus den Trümmern ihres Hauses. Foto: Orlando Barría
In Haiti hatte der Hurrikan schwere Schäden verursacht und mehrere hundert Menschen das Leben gekostet. Foto: Orlando Barría
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In Haiti hatte der Hurrikan schwere Schäden verursacht und mehrere hundert Menschen das Leben gekostet. Foto: Orlando Barría

Erst schrammt "Matthew" knapp an Florida und Georgia vorbei, dann geht er im Bundesstaat South Carolina erstmals an Land. Die Behörden warnen vor Überflutungen, die historische Stadt Charleston ist besonders gefährdet.

Miami/Port-au-Prince (dpa) - Ein abgeschwächter Hurrikan "Matthew" ist in South Carolina erstmals direkt an Land gekommen. Zuvor hatte er an der Küste des US-Staates mit heftigem Regen und Sturmfluten gewütet. Auch in Georgia setzte "Matthew" Strände und Ortschaften unter Wasser.

Das Auge des Sturmes zog bei McClellanville - etwa 55 Kilometer nordöstlich von Charleston - vollständig auf das Land. Auf seinem bisherigen Zug entlang Florida und Georgia hatte "Matthew" es nur mit dem Rand seines Auges gestreift - was allerdings kaum einen Unterschied bei den Auswirkungen des Sturmes macht.

Zwar schwächte sich "Matthew" am Samstagvormittag zu einem Hurrikan der Kategorie 1 ab, war aber mit Windgeschwindigkeiten von 140 Stundenkilometern immer noch mächtig genug, hohe Flutwellen ans Land zu peitschen. Schwere Regenfälle verstärkten die Misere noch.

Besonders gefährdet war die historische Stadt Charleston, die auch ein beliebtes Touristenziel ist. Hier hatten sich viele Straßen schon in Flüsse verwandelt, bevor "Matthew" an der Stadt vorbeischrammte.

Das Hurrikan-Zentrum in Miami warnte vor möglicherweise lebensbedrohenden Überflutungen in South Carolina. Auch Gouverneurin Nikki Haley beschwor die Tausenden Menschen in Notunterkünften, nicht vor Montag nach Hause zurückzukehren: "Es ist noch lange nicht vorbei."

Nach den Berechnungen der Meteorologen sollte "Matthew" weiter knapp über Land oder in unmittelbarer Küstennähe nordwärts ziehen. Am Abend (Ortszeit) wurde er in North Carolina erwartet, um danach schließlich in den Atlantik zu ziehen.

Nach schweren Verwüstungen mit Hunderten Toten in Haiti war "Matthew" Donnerstagabend auf seinen Kurs entlang der US-Ostküste eingeschwenkt. Insgesamt waren mehr als zwei Millionen Menschen aufgerufen worden, sich in Sicherheit zu bringen - die umfassendste Zwangsevakuierung seit dem schweren Sturm "Sandy" Ende 2012.

Zeitweise hatten insgesamt 1,3 Millionen Haushalte keinen Strom, allein in South Carolina waren es am Samstag mehr als 450 000. Mindestens fünf Menschen kamen in den USA ums Leben. Dazu zählen CNN zufolge ein Mann und eine Frau in Florida, die wegen medizinischer Notfälle ärztliche Hilfe brauchten, aber nicht mehr rechtzeitig von Rettungskräften erreicht werden konnten. Zwei weitere Frauen seien von umstürzenden Bäumen erschlagen worden.

Zuvor hatte der Wirbelsturm in Haiti schwere Schäden hinterlassen. Die Hilfsorganisation Care nannte am Freitag unter Berufung auf das Innenministerium die Zahl von 478 Toten. Allein im besonders stark betroffenen Department Sud seien 283 Menschen getötet worden, berichtete der Radiosender Metropole unter Berufung auf den örtlichen Zivilschutz. 

Die Nationale Katastrophenschutzbehörde hatte am Donnerstagmittag (Ortszeit) 108 Todesopfer bestätigt und seither keine offizielle Mitteilung mehr herausgegeben. In Medienberichten war teils von deutlich höheren Opferzahlen die Rede.

In der Stadt Jérémie seien 80 Prozent der Häuser zerstört oder beschädigt, sagte Care-Mitarbeiterin Holly Frew am Freitag. Die Region war noch immer weitgehend vom Rest des Landes abgeschnitten. Frew rechnete damit, dass die Opferzahl noch weiter steigen wird

Mitteilung Unicef

Minustah auf Twitter

Bericht Welternährungsprogramm

Video mit Aussagen von NHC Direktor Rick Knabb

Übersicht Duke Energy über Stromausfälle in Florida

Übersicht FPL über Stromausfälle in Florida

Katastrophenschutzbehörde auf Twitter

Katastrophenschutz South Carolina auf Facebook

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