Hilfe in Erdbebengebiet eingetroffen - 617 Tote

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Ein Feuerwehrmann hat ein Kind aus den Trümmern gezogen und bringt es in Sicherheit.

Peking - Nach dem schweren Erdbeben im tibetischen Hochland ist die Zahl der Toten auf 617 gestiegen. Inzwischen sind erste Hilfskräfte eingetroffen. Doch das Wetter behindert die Bergungsarbeiten.

Mehr als 300 Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Über 9100 Menschen seien verletzt. Kaltes Wetter, starke Winde, häufige Nachbeben und Höhenkrankheit der Helfer erschwerten die Bergungsarbeiten.

Erste Hilfslieferungen mit Nahrung, Trinkwasser und medizinischer Ausrüstung seien in dem entlegenen Erdbebengebiet im tibetischen Hochland eingetroffen, berichtete ein Sprecher der Provinzregierung von Qinghai telefonisch der Nachrichtenagentur dpa in Peking. Die beschädigte Straße zum Flughafen sei repariert worden.

Auch medizinisches Personal sei inzwischen in die betroffene Präfektur Yushu gebracht worden. Doch sei die Versorgung mit Medikamenten und medizinischem Materialien weiter problematisch.

Die Lage der Obdachlosen war angesichts der nachts auf den Gefrierpunkt fallenden Temperaturen schwierig. Viele mussten unter freiem Himmel schlafen. “Mit Fahrzeugen wurde Trinkwasser und Nahrung nach Yushu gebracht, aber es ist bei weitem nicht genug“, sagte der Provinzsprecher.

Elf Schulen sind zerstört

Bei dem Erdbeben sind in der Präfektur Yushu elf Schulen eingestürzt. Nach vorläufigen Angaben kamen 66 Schüler und zehn Lehrer ums Leben. Dutzende Schüler wurden am Donnerstag noch unter den Trümmern vermisst, wie die Behörden nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua berichteten. Eltern standen völlig verzweifelt vor dem Gelände der zerstörten Yushu- Berufsschule, wo 22 Tote bestätigt waren.

Der Einsturz der Schulen weckte Erinnerungen an das verheerende Erdbeben im Mai 2008 in der Provinz Sichuan, wo viele Schulgebäude durch Pfusch am Bau eingestürzt waren, während andere Häuser den Erdstößen standgehalten hatten. Tausende Kinder kamen damals ums Leben, was eine emotional aufgeladene Kontroverse ausgelöst hatte. Die Behörden vertuschten die Ursachen wie Korruption und Vetternwirtschaft, während die Eltern, die meist ihre einzigen Kinder verloren hatten, keine Ruhe geben wollten.

dpa

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