Bevölkerung in heller Aufregung

Heftiges Erdbeben: „Boden hat sich wie auf einem Schiff bewegt“

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Ein Hochhaus wurde durch das Erdbeben in Venezuela beschädigt.

Ein heftiger Erdstoß versetzt die Menschen in Venezuela und Kolumbien in Aufregung. Das Beben hat eine enorme Kraft. Dennoch sind bisher keine Opfer bekannt und die Schäden offenbar vergleichsweise gering.

Caracas - Ein heftiges Erdbeben der Stärke 7,3 hat am Dienstagnachmittag (Ortszeit) die Küste im Nordosten von Venezuela erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag 20 Kilometer nordnordwestlich der Ortschaft Yaguaraparo im Bundesstaat Sucre in einer Tiefe von 123 Kilometern, wie die US-Erdbebenwarte USGS am Dienstag (Ortszeit) mitteilte. Die venezolanische Erdbebenwarte gab die Stärke des Erdstoßes zunächst mit 6,3 an und korrigierte sie später auf 6,9. Nach der Auswertung aller Daten teilte das US-Tsunami-Zentrum mit, es bestehe keine Tsunami-Gefahr. Die Scheitelpegel würden bis maximal 30 Zentimeter über dem normalen Niveau liegen, hieß es.

„Das war ein Riesenschreck. Der Boden hat sich wie auf einem Schiff bewegt“, berichtete eine Reporterin der Zeitung „El Universal“ aus Irapa in der Region, in der das Zentrum des Bebens liegt. „An einigen Gebäuden gibt es Risse in den Wänden.“

Offenbar keine Opfer bei Erdbeben in Venezuela

Trotz der enormen Stärke des Erdstoßes gab es offenbar keine Opfer oder schwere Schäden. „Wir sind mit den Gouverneuren aller Bundesstaaten in Kontakt, wo das Beben zu spüren war. Glücklicherweise sind keine Menschen ums Leben gekommen, und es gab auch keine nennenswerten Schäden“, sagte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez.

In den Gemeinden in Sucre sei das Beben am Dienstag um 17.31 (Ortszeit) zwar deutlich zu spüren gewesen, es gebe aber keine Opfer zu beklagen, sagte Edwin Rojas, Gouverneur des betroffenen Bundesstaates, in einem Video auf Instagram kurz nach dem Beben. In einem Video, das das Portal „NTN24 Venezuela“ bei Twitter zeigte, sind wackelnde Fensterscheiben in Ciudad Bolívar zu sehen, einer Stadt weit südlich des Epizentrums. Ein Mann ruft immer wieder „Die Erde bebt sehr stark!“.

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Erdbeben in mehreren Regionen zu spüren gewesen

Innenminister Néstor Reverol sagte, das Erdbeben sei in mehreren Regionen des südamerikanischen Landes zu spüren gewesen, darunter in Anzoátegui, Monagas und Carabobo und selbst in der knapp 600 Kilometer entfernten Hauptstadt Caracas. „Es gibt Beschädigungen an einigen Gebäuden“, sagte er laut dem Nachrichtenportal „Noticias de Venezuela“ dem Sender „VTV“.

Der Finanzturm Confianzas im Zentrum der Hauptstadt Caracas habe sich in den oberen Stockwerken um 25 Prozent geneigt. Zahlreiche Gebäude wurden evakuiert, Menschen verließen in Panik ihre Häuser.

„Wir haben alle Einsatzkräfte aktiviert. Bislang gibt es keine Opfer“, sagte er. Er werde sich mit den Bürgermeistern und Gouverneuren der betroffenen Regionen in Verbindung setzen und Berichte über eventuelle Schäden anfordern. Reverol rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. „Das ist eine Situation, in der man mit viel Bedacht handeln muss“, sagte der Innenminister.

Mehrere Gebäude wurden evakuiert

Auch im Nachbarland Kolumbien schreckte das Beben die Menschen auf. Im historischen Zentrum der Hauptstadt Bogotá wurden eine Reihe von Gebäuden evakuiert.

Der Internationale Flughafen El Dorado wurde für eine Überprüfung der Start- und Landebahnen kurzfristig geschlossen. Die kolumbianische Schifffahrtsbehörde schloss eine Tsunami-Warnung für die Küstengewässer aus.

Nach zwei schweren Erdstößen gab es auf der indonesischen Insel Lombok mehr als hundert Nachbeben. Die Zahl der Todesopfer liegt bei etwa 500.

Zuletzt bebte die Erde auch 300 Kilometer östlich von Rom. Zunächst gab es keine Berichte über Verletzte oder schwere Schäden.

dpa

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