Heckenschütze von Malmö: Doch keine Entwarnung

Stockholm - Doch keine Entwarnung in Malmö: Die schwedische Polizei muss weiter nach dem Heckenschützen fahnden, der seit einem Jahr rund 15 Anschläge auf Menschen mit dunkler Hautfarbe begangen haben soll.

Nach Angaben der Ermittler wurde zwar ein Verdächtiger festgenommen. Der Mann habe aber entgegen ersten Meldungen nichts mit dem spektakulären Fall zu tun, stellte die Polizei am Donnerstag bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz in Malmö klar. Die Polizei hat inzwischen ein erstes Suchprofil des Heckenschützen erstellt. Danach soll der Verdächtige zwischen 20 und 40 Jahren alt sein und gute Ortskenntnisse haben. Es sei “sehr schwierig“, ein solches Profil zu erstellen, da die Ermittler sehr wenig Spuren hätten, sagte Borje Sjoholm, Mitglied der Sonderkommission, die unter Hochdruck nach dem Heckenschützen sucht. Malmös Polizeichef Ulf Sempert rief die Bürger dazu auf, Ruhe zu bewahren und ihr Leben wie gewohnt fortzusetzen.

Der Festgenommene soll in der vergangenen Woche bei einer Auseinandersetzung zwischen Straßengangs zwei Männer angeschossen und schwer verletzt haben. Diese Schießerei habe aber nichts mit dem Gesuchten zu tun, betonte Sjoholm. Der Heckenschütze hatte ebenfalls Mitte vergangener Woche wieder zugeschlagen und durch ein Küchenfenster auf zwei Frauen gefeuert. Die Frauen hatten erstmals brauchbare Angaben über den flüchtenden Täter machen können, der die Menschen in Malmö seit einem Jahr in Angst und Schrecken versetzt.

dpa

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