Einer ist erst 15 Jahre alt 

Gruppenvergewaltigung in Rimini: Jugendliche Täter stellen sich 

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Italienische Polizisten führen einen der verdächtigen Jugendlichen ins Freie.

Nach dem grausamen Überfall am Strand von Rimini hat die Polizei nun vier Verdächtige festnehmen können - vor allem das Alter der Täter schockiert.

Normalerweise ist die Stadt Rimini dafür bekannt, mit weißen Sandstränden, unübertroffenen italienischen Spezialitäten und Diskotheken an jeder Straßenecke jährlich tausende Touristen anzulocken. 

Ein trauriges Ereignis überschattet den Sommer in Rimini

Doch für ein paar Urlauber endete der vermeintliche Traumsommer in diesem Jahr in einer Tragödie. Besagtes polnisches Touristenpaar wollte am Abend des 26. August am Strand von Miramare die letzten Stundes ihres Urlaubs ausklingen lassen - als sie völlig ohne Vorwarnung von vier Männern angegriffen wurden

Die Gruppe kannte keine Gnade und schlug den wehrlosen Mann blutig und bewusstlos, anschließend raubte sie ihn aus. Danach machten sich die Täter über seine Freundin her und vergewaltigen sie. Mehrmals. Später sollen sie außerdem eine Transgender-Prostitutierte aus Peru vergewaltigt haben. 

Eine Woche später hat die Polizei große Fortschritte zu verzeichnen

Doch rund eine Woche nach der Aufsehen erregenden Doppelvergewaltigung hat die Polizei nun bereits vier Verdächtige festnehmen können. 

Drei der Männer seien noch minderjährig, teilten die Behörden am Sonntag mit. Bei dem vierten, einem 20-Jährigen, handle es sich um den mutmaßlichen Haupttäter. Die Beamten hätten ihn am Bahnhof von Rimini an der Ostküste des Landes gefasst. „Er hat versucht, mit dem Zug zu entkommen“, meldete die Polizei. 

Die ersten beiden Verdächtigen, zwei marokkanische Brüder im Alter von 15 und 16 Jahren, hatten sich am Samstag selbst der Polizei gestellt.  Die peruanische Frau, die ebenfalls von den brutalen Schlägern vergewaltigt wurde, hatte die beiden am Samstag dann tatsächlich als Mittäter identifizieren können. 

Die beiden Übeltäter plagte das schlechte Gewissen

Die beiden sind den Behörden außerdem bereits wegen Diebstahls und Drogenvergehen bekannt. Medienberichten zufolge halfen sie der Polizei anschließend, die beiden anderen dingfest zu machen, darunter einen 17 Jahre alten Nigerianer. Bei dem 20 Jahre alten Hauptverdächtigen soll es sich demnach um einen Kongolesen handeln.

Die beiden Brüder „konnten das Gewicht ihrer dramatischen und gewaltsamen Handlungen nicht mehr tragen“, sagte Riminis Polizeichef Maurizio Improta zu Reportern.

Die Berichte erregten in der italienischen Öffentlichkeit viel Aufsehen und schürten ausländerfeindliche Ressentiments. Der Chef der rechtspopulistischen Lega Nord, Matteo Salvini, forderte auf Facebook, die Verdächtigen sollten im Falle eines Schuldspruchs chemisch kastriert und zwangsweise in ihre Ursprungsländer zurückgeführt werden.

Der polnische Vize-Justizminister Patryk Jaki hatte nach dem Vorfall per Twitter die Wiedereinführung der Todesstrafe ins Spiel gebracht. „Für diese Tiere sollte es die Todesstrafe geben“, schrieb Jaki dort. 

Bei einer Pressekonferenz betonte er später, seine Forderung gebe weder den Standpunkt der Regierung noch die des Justizministeriums wieder. Weiterhin ruderte er zurück und sagte, er habe nur die Grausamkeit des Überfalls betonen wollen. 

sl/dpa

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