Grubenunglück in Sibirien: Zahl der Toten steigt

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Drei Tage nach dem Grubenunglück in Russland ist die Zahl der Toten auf 43 gestiegen.

Moskau - Drei Tage nach den schweren Methangas-Explosionen in einem russischen Kohlebergwerk steigt die Zahl der Toten weiter. Wladimir Putin traf am Dienstag mit Hinterbliebenen des Unglücks zusammen.

Am Dienstag seien in der Grube “Raspadskaja“ in Sibirien die Leichen von 20 weiteren Arbeitern geborgen worden. Das sagte ein Sprecher der Rettungskräfte in der Region Kemerowo nach Angaben der Agentur Interfax. Damit erhöhte sich die Opferzahl nach dem Drama unter Tage auf mindestens 52.

Das Schicksal von 38 weiteren Bergleuten, die bei den zwei Explosionen vom Samstag in rund 500 Metern Tiefe verschüttet wurden, sei weiter unklar. Wegen des hohen Methangehalts sowie steigenden Wassers im Stollen schwand die Hoffnung auf Rettung. Zu den Eingeschlossenen fehlte weiterhin jeder Kontakt. Daher war unklar, ob die Männer überhaupt noch leben.

Am Dienstag wurden die ersten Toten in der Region, rund 3500 Kilometer östlich von Moskau beigesetzt. Bei dem Unglück im berühmten Kusnezker Kohlebecken (“Kusbass“) waren auch mehr als 80 Bergleute verletzt worden.

Ministerpräsident Wladimir Putin traf am Dienstag mit Hinterbliebenen des Explosionsunglücks zusammen. Putin, der vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Viktor Subkow und Katastrophenminister Sergej Schoigu begleitet wurde, wolle sich in dem Bergwerk in der Kemerowo-Region über den Fortgang der Bergungsarbeiten informieren, schrieb Itar-Tass.

Es konnte keinen fahrlässigen Umgang mit dem Feuer geben

Die von Subkow geleitete Staatskommission wolle er auffordern, die Familien der umgekommenen und verletzten Bergarbeiter mit Hilfen zu versorgen. Bei dem Treffen mit Hinterbliebenen schloss der Regierungschef menschliche Fehler als Ursache des Unglücks vom Wochenende weitgehend aus. Allenfalls bei der ersten Explosion erscheine es möglich, dass beispielsweise unvorsichtig mit Feuer hantiert worden sei, zitierte Itar-Tass Putin.

Nach der ersten Explosion seien Rettungsteams in den Schacht gegangen, sagte er. “Und in dieser Lage konnte es natürlich keinen fahrlässigen Umgang mit Feuer oder Ausrüstung geben“, zitierte Itar-Tass Putin. “Das ist völlig ausgeschlossen.“ Die zweite Explosion sei die tödlichere gewesen, habe der Regierungschef betont. 

DAPD

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