Grubenunglück in China: 35 Tote und 44 Vermisste

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Die Mitarbeiter der Verunglückten stehen unter Schock

Peking - Bei einer Gasexplosion in einem Kohlebergwerk in Zentralchina sind am Dienstag mindestens 35 Kumpel ums Leben gekommen. Die Grube soll illegal betrieben worden sein.

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Rettungsmannschaften suchten verzweifelt nach 44 Vermissten, wie die staatliche Werkschutzbehörde mitteilte. Das Unglück passierte in den frühen Morgenstunden in einer Grube in Pingdingshan in der Provinz Henan. Ersten Ermittlungen zufolge wurde die Grube illegal betrieben.

Nach einer Grundinstandsetzung sei noch keine neue Betriebserlaubnis erteilt worden, erklärten die Behörden. Der Besitzer wurde unter Polizeiaufsicht gestellt. Zum Zeitpunkt der Explosion seien 93 Bergarbeiter unter Tage gewesen, von denen sich nur 14 hätten retten können, meldete die Nachrichtenagentur Xinhua. Zehn Stunden später habe die 70-köpfige Rettungsmannschaft die Ventilation in den meisten Schächten wiederherstellen können.

Überlebenschancen unklar

Wie die Überlebenschancen für die verschütteten Kumpel sind, wollten die Stadtbehörden von Pingdingshan nicht sagen. Vizepremier Zhang Dejiang sowie der Direktor des Werkschutzamtes, Luo Lin, eilten von Peking zur Unglücksgrube. Alle 157 Kohlegruben im Stadtgebiet mussten die Förderung einstellen, um die Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen. Die Regierung von Henan ordnete Überprüfungen in allen Bergwerken der Provinz an und machte örtliche Behörden für die Sicherheit verantwortlich.

In China kommen jedes Jahr tausende Bergarbeiter ums Leben. Nirgendwo in der Welt leben sie so gefährlich wie in der Volksrepublik. Die Ursachen für die Unglücke sind meist schlechte Ausrüstung, mangelnde Sicherheit, unzureichende Aufsicht sowie Korruption und Vetternwirtschaft zwischen Betreibern und örtlichen Funktionären.

dpa

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