Großbritannien will Zuckersteuer für Softdrinks einführen

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Die Unternehmen haben zwei Jahre Zeit, den Zuckergehalt von Produkten zu senken. Foto: Andy Rain

London (dpa) - Im Kampf gegen Übergewicht und Diabetes hat Großbritanniens Regierung eine Steuer für Unternehmen angekündigt, die zuckerhaltige Softdrinks herstellen oder importieren. Die Abgabe soll umgerechnet rund 660 Millionen Euro einbringen.

Das Geld soll in die Förderung von Grundschulsport fließen. Er wolle nicht eines Tages zurückschauen und sagen müssen, man habe das Problem zuckriger Getränke zwar gekannt, aber schwierige Entscheidungen gescheut, sagte Finanzminister George Osborne am Mittwoch in London.

Starkoch Jamie Oliver, der sich für Ernährungs-Unterricht und gesundes Schulessen stark macht, lobte den Vorstoß der Regierung als "großartige Neuigkeiten" und schrieb im Sozialen Netzwerk Instagram: "Ein bedeutender Schritt, der um die ganze Welt gegen wird." Oliver hatte im Parlament vor Abgeordneten für die Steuer geworben.

Die neue Steuer soll zwei Stufen haben: Eine für Getränke ab fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter, eine für mehr als acht Gramm. Reine Fruchtsäfte, Getränke auf Milchbasis und sehr kleine Unternehmen sind ausgenommen. Eine Frist von zwei Jahren bis zum Inkrafttreten der Regelung gibt Unternehmen Zeit, den Zuckergehalt von Produkten zu senken.

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