In Afrika

Gorillas, Gladiatoren, Gold: 60 neue Libellenarten erfasst

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Die Libellenart Great Jewel wurde neu entdeckt. Es ist eine verhältnismäßig große Libelle. Foto: Nico Mzire/Naturalis Biodiversity Center

Anax gladiator oder Notogomphus gorilla - hinter diesen kraftvollen Namen stecken kleine Tiere. Sie gehören zu den vielen Libellen, die Wissenschaftler jetzt in Afrika entdeckt haben.

Leiden (dpa) - Insgesamt 60 neue Libellenarten haben Forscher in Afrika aufgespürt - und einige davon mit fantasievollen Namen versehen.

Eine Anax gladiator gibt es nun, die an ihrer Schwanzspitze ein Schwert trägt. Oder die Spezies Notogomphus gorilla, die "groß und dunkel ist wie die gleichnamigen Affen".

Die golden schimmernde Pseudagrion aureolum ist nach dem lateinischen Wort für Gold benannt. Die Fundzahl entspreche fast zehn Prozent der zuvor bekannten afrikanischen Libellenarten, berichtet das internationale Wissenschaftlerteam im Fachmagazin "Odonatologica".

"Biologen müssen raus in die Natur, neue Arten entdecken und beschreiben. Nur was wir kennen und benannt haben, sind die Menschen auch bereit zu schützen", wird Erstautor Klaas-Douwe Dijkstra vom Naturalis Biodiversity Center im niederländischen Leiden in einer Mitteilung zitiert. Die Wissenschaftler fanden die Arten in ganz Afrika, besonders viele in Gabun.

Eine Libellenart bekam den Namen Chlorocypha maxima. Dies sei aber nicht in Anlehnung an die niederländische Königin Máxima geschehen, vielmehr sei diese Art sehr groß. Die robuste, glitzernde Umma gumma benannten die Wissenschaftler nach dem gleichnamigen Album der britischen Popband Pink Floyd. "Ummagumma" ist ein Slangwort und bedeutet übersetzt "Geschlechtsverkehr".

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YouTube-Video zur Feldarbeit in der Demokratischen Republik Kongo

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