Studie: Keine "Todeszonen" wegen Ölpest

Washington - Bi der Zersetzung des während der BP-Katastrophe im Golf von Mexiko ausgetretenen Öls entstehen Wissenschaftlern zufolge keine gefürchteten “Todeszonen“.

Das Öl werde von Mikroben zersetzt, ohne dass diese den Sauerstoff im Meer aufbrauchten, heißt es in einer Studie der US-Regierung. Der Bericht rechtfertigt damit im Nachhinein den umstrittenen Einsatz von Chemikalien, die das Öl weit unter der Wasseroberfläche aufbrechen sollten. In einigen von der Ölpest betroffenen Gebieten sei der Sauerstoffgehalt zwar um 20 Prozent verringert.

Öpest im Golf von Mexiko: Chronologie des Versagens

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Dadurch entstünden aber noch keine “Todeszonen“, in denen Fische nicht überleben können, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Der Konzern BP hatte in 1.500 Metern Tiefe rund 2,9 Millionen Liter Chemikalien ins Wasser gelassen. So sollte das Öl in kleinste Tröpfchen aufgebrochen werden, so dass es leichter von Mikroben “aufgegessen“ werden kann. Wenn der Sauerstoffgehalt im Wasser auf ein gefährliches Level gesunken wäre, hätten die Behörden den Einsatz der Chemiekeule gestoppt, sagte Greg Wilson von der Umweltbehörde EPA. Bedenken gegen die Mittel gab es unter anderem wegen ihrer Giftigkeit und der langfristigen Auswirkungen auf das Leben im Meer.

Im Auftrag der US-Regierung berieten im Mai rund 50 Wissenschaftler über den Einsatz der Chemikalien und empfahlen trotz anfänglicher Zweifel einstimmig ihre weitere Verwendung, wie Ron Tjeerdema von der University of California Davis erklärte. Ed Overton von der Louisiana State University räumte ein, über mögliche langfristige Schäden durch die Chemiekeule werde man möglicherweise erst in Jahren Bescheid wissen.

dapd

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