Goldschatz im Südatlantik gefunden

Buenos Aires - Die millionenschwere Gold- und Silberladung eines im Januar im Südatlantik gesunkenen Schiffes ist in dem Wrack entdeckt worden.

Mit einem Tauchroboter seien Videoaufnahmen von den Laderäumen des in 80 Metern Wassertiefe liegenden Rumpfes gemacht worden. Darauf seien deutlich Bündel und Körbe zu sehen, in denen die insgesamt etwa 9,6 Tonnen Roh-Gold und -Silber verpackt waren, berichtete die Zeitung "Clarín" (Dienstag). Zuvor hatten Medien spekuliert, die Ladung im Wert von 16,4 Millionen Dollar (11,8 Millionen Euro) sei geraubt und das Schiff dann absichtlich etwa 40 Kilometer von der argentinischen Patagonienküste versenkt worden, um die Tat zu vertuschen.

Am 17. Januar war die "Polar Mist" samt ihrer wertvollen Fracht aus einer Mine in Patagonien während eines Sturms vor der Küste der Provinz Santa Cruz in Seenot geraten. Die Besatzung gab das Schiff auf und wurde von der argentinischen Wasserschutzpolizei gerettet. Anschließend wurde das "Geisterschiff" von einem chilenischen Schlepper auf den Haken genommen. Kurz darauf sei es dann aber gesunken, hatte der Kapitän des chilenischen Schleppers angegeben.

Ein erster Versuch, das Schiff zu bergen, war im April gescheitert. Der Eigentümer des Goldes, das Minenunternehmen Cerro Vanguardia, nannte damals als Grund zu hohe Kosten. Das Bergungsschiff ist jetzt im Auftrag des Schiffsversicherers Lloyds in London im Einsatz. Sobald es das Wetter zulasse, sollten Taucher versuchen, den "Schatz" zu heben, hieß es.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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