Gewitter: „Endeavour“-Start wieder verschoben

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Das Space-Shuttle „Endeavour“ auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral.

Cape Canaveral - Wieder Pech für „Endeavour“: Auch der vierte Anlauf zum Start der US-Raumfähre mit sieben Astronauten an Bord endete mit einem Fehlschlag.

Wegen eines Gewitters konnte der Shuttle am Sonntagabend (Ortszeit) nicht abheben. Die Schlechtwetterfront habe sich dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida) bis auf 16 Kilometer genähert, sagte die US-Weltraumbehörde NASA. Bereits zuvor musste der Countdown dreimal innerhalb eines Monats wegen technischer Probleme abgebrochen werden. Jetzt soll der Shuttle am Montagabend 18.51 Uhr seine Reise zur Internationaler Raumstation ISS beginnen. Das ist Dienstagmorgen 0.51 Uhr deutscher Zeit.

“Leider waren die Bedingungen nicht so, wie wir es brauchen“, sagte ein NASA-Sprecher. Der Countdown wurde lediglich rund 15 Minuten vor der geplanten Zeit abgebrochen. Zuvor hatten die NASA- Meteorologen noch Optimismus verbreitet. Es bestehe lediglich eine 30-prozentige Gefahr, dass das Wetter nicht mitspielt, hieß es.

Doch dann zog sich die Schlechtwetterfront immer schneller um das Startgelände an der Atlantikküste zusammen. Ein Start bei Schlechtwetter verbietet die NASA vor allem deshalb, weil tiefe Wolken und heftige Winde eine Notlandung bei technischen Problemen des Shuttle in Cape Canaveral gefährden würden. Die sieben Astronauten mussten den Orbiter nach dem Startabbruch verlassen.

Bereits zuvor war einiges schiefgelaufen. Ursprünglich sollte die Mission bereits vor einem Monat beginnen. Bei den ersten beiden Startterminen machte jeweils ein Tankleck einen Strich durch die Rechnung. Dann gab es in der Nacht zum Samstag mehrere Blitzeinschläge an der Startrampe. Damit die Experten der Weltraumbehörde NASA genug Zeit hatten, alle Instrumente des Shuttle auf Schäden zu untersuchen, musste der Countdown für 24 Stunden unterbrochen werden.

Hauptaufgabe während der 16-tägigen “Endeavour“-Reise ist es, eine gut vier Tonnen schwere Logistikplattform an der Außenwand des japanischen Raumlabor Kibo an der ISS anzubringen. Darauf sollen später Instrumente für Experimente im All installiert werden. “Eine Veranda im Weltall“, nennt die NASA die Plattform. Dort sollen etwa eine Röntgenkamera sowie Instrumente zur Untersuchung von kosmischem Staub installiert werden. Insgesamt sind für die Astronauten fünf Außeneinsätze geplant.

dpa

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