Gewaltexzesse in Südafrika: Wie sicher wird die WM 2010?

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Sanitäter transportieren einen bei den Krawallen verletzten Mann in Johannesburg (Südafrika) ab.

Johannesburg - Gewaltausbruch im Land des WM-Gastgebers 2010:  Bei Zusammenstößen mit der Polizei sind in Johannesburg (Südafrika) am Donnerstag mindestens 20 Menschen verletzt worden.

Die Demonstranten hatten in einem Armenviertel in Johannesburg die Absetzung unfähiger Kommunalbeamter, einen funktionierenden öffentlichen Dienst, sowie Wasser- und Stromanschlüsse gefordert.

Bei den Protesten wurden Straßen und Brücken verbarrikadiert und Polizisten mit Steinen beworfen. Die Sicherheitskräfte verschossen Gummigeschosse, um die Menge auseinanderzutreiben. Ähnliche Proteste hatte es in den vergangenen Tagen auch in anderen Townships gegeben.

Gewaltexzesse in Südafrika

Gewaltexzesse in Südafrika

Die Sicherheitslage gilt als prekär im Land des Gastgebers der Fußball-WM 2010.

Auf der Homepage des Auswärtigen Amtesheißt es: „Südafrika verzeichnet eine hohe Kriminalitätsrate einschließlich hoher Gewaltkriminalität, vor allem in Großstädten und deren Randgebieten.“

Ein Auszug aus den Reisewarnungen des deutschen Außenministeriums: „Die Innenstädte von Johannesburg, Pretoria, Durban und Kapstadt sollten nach Geschäftsschluss gemieden werden; an Sonntagen sollte man nur in Gruppen in die Innenstädte gehen. Ebenso wird tagsüber zu erhöhter Vorsicht geraten.“

Weiter warnt die Behörde: „Wegen der Gefahr von Fahrzeugentführungen und sog. „smash-and-grab“-Überfällen sollten die Autofenster immer geschlossen und die Türen stets von innen verriegelt sein.“

Noch gut ein Dreivierteljahr bis zum Anpfiff der WM 2010. Die Welt fragt sich: Kriegt das Land bis dahin die ausufernde Kriminalität und die Gewaltexzesse in den Griff? Und wie sicher wird die WM für die Fans?

fro (mit Material von dpa)

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