Gewalt gegen Demonstranten bei Feier im "Atomstaat" Iran

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Bei den Feierlichkeiten zum Jahrestag der Islamischen Revolution protestieren mehrere tausend Oppositionelle gegen die Regierung.

Teheran - Bei den Feierlichkeiten zum Jahrestag der Islamischen Revolution protestieren mehrere tausend Oppositionelle gegen die Regierung. Gewalt und Anschläge bestimmen das Fest.

Im Iran haben am Donnerstag die offiziellen Feierlichkeiten zum 31. Jahrestag der Islamischen Revolution begonnen. Im Fernsehen waren Zehntausende Anhänger des Regimes bei den Feierlichkeiten zu sehen.

Präsident Mahmud Ahmadinedschad hielt auf dem Friedensplatz in Teheran eine Rede, in der er die Revolution pries. Er erklärte den Iran nach der ersten Produktion von hoch angereichertem Uran  zum “Atomstaat“. Der Staatschef sagte am Donnerstag in Teheran, die erste Ladung auf 20 Prozent angereichertes Uran sei den Wissenschaftlern übergeben worden.

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Regimegegner berichten auf Websites, mehrere tausend Anhänger von Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi seien bereits auf den Straßen. Sie werfen dem umstrittenen Präsidenten Wahlbetrug vor und wollen die offiziellen Feierlichkeiten nutzen, um gegen die Regierung des erzkonservativen Präsidenten zu protestieren.  

Die Sicherheitskräfte ließen ihren Ankündigungen, mit eiserner Faust gegen nicht genehmigte Demonstrationen vorzugehen und sie im Keim zu ersticken, Taten folgen und gingen mit Gewalt gegen die Demonstranten vor.

Angriffe auf Politiker der Opposition

Den Oppositionsangaben zufolge wurden die Autos des reformorientierten früheren iranischen Präsidenten Mohammed Chatami und des Oppositionspolitikers Mehdi Karrubi von den berüchtigten regimetreuen Basidsch-Milizen angegriffen. Die Politiker blieben aber unverletzt, wie es hieß.

Allerdings seien der Bruder des ehemaligen Präsidenten Chatami, Mohammed-Resa Chatami, und dessen Frau Sahra Eschraki bei den Protesten festgenommen worden.

Die internationale Presse durfte zwar über die Ansprache Ahmadinedschads auf dem Friedensplatz in Teheran berichten, sich aber kein eigenes Bild von den Demonstrationen der Regimegegner machen. Zudem funktionierte das Internet nur begrenzt, auch konnten kaum SMS verschickt oder Telefonate mit dem Handy geführt werden. Ahmadinedschad hatte in seiner Rede angekündigt, dass der Iran nun erstes Uran auf 20 Prozent angereichert habe.

dpa/DAPD

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