Keine Späße mit Ayran

Nationalgetränk beleidigt: Saftige Geldstrafe

Ankara - Den Türken ist ihr "Nationalgetränk" Ayran quasi heilig. Dass abfällige Bemerkungen darüber einer Majestätsbeleidigung gleichkommt, musste jetzt eine Werbefirma schmerzlich erfahren.

Wegen eines Werbespots, bei dem das türkische "Nationalgetränk" Ayran nicht gut wegkommt, ist ein staatliches Tee-Unternehmen in der Türkei zu einer saftigen Geldstrafe verdonnert worden: Das Handelsministerium verdonnerte daher die Firma Caykur zu einer Geldstrafe von umgerechnet 70.250 Euro, weil das Joghurtgetränk "Ayran grundlos beleidigt" worden sei, wie die Zeitung "Hürriyet" am Sonntag berichtete. Auch werde den Konsumenten die "schlechte Botschaft" vermittelt, dass sie weniger davon trinken sollten.

In dem Fernsehspot wird gesungen: "Ich habe Ayran getrunken, das hat mich einschlafen lassen." Geworben wird nämlich für den Eistee "Didi" der Firma Caykur.

Das Joghurtgetränk war im Jahr 2013 von dem islamisch-konservativen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in den Rang eines "Nationalgetränks" erhoben worden. Erdogan will, dass die Türken mehr Ayran trinken und dafür weniger Raki, ein Schnaps mit Anis-Aroma.

afp

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa (Symbolbild)

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