Mehr als 600 Angehörige erwartet

Gedenkfeier vor Jahrestag des Germanwings-Absturzes

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Beim dem Absturz der Maschine starben alle 150 Menschen an Bord.

Marseille/Le Vernet/ Digne-les-Bains - Knapp ein Jahr nach der Germanwings-Katastrophe in den französischen Alpen beginnen die Feierlichkeiten zum Gedenken an die Opfer.

Update vom 19. Mai 2016: Ein Flugzeug der ägyptischen Fluggesellschaft Egyptair ist am Donnerstagmorgen im Mittelmeer abgestürzt. Wir halten Sie im Ticker über den Absturz des Fluges MS804 auf dem Laufenden.

Für die Angehörigen ist am Vorabend des Jahrestages zunächst in Marseille an der südfranzösischen Mittelmeerküste ein überkonfessioneller Gottesdienst vorgesehen. Dabei wird die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, die Predigt halten. Kurschus hatte bereits im April 2015 zusammen mit dem Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki die Trauerfeier im Kölner Dom geleitet. 

Am Donnerstag, genau ein Jahr nach dem Absturz von 4U9525 am 24. März 2015, soll in Le Vernet an die Katastrophe erinnert werden. Der kleine Ort in den französischen Alpen liegt nur wenige Kilometer entfernt von der schwer zugänglichen Absturzstelle in etwa 1500 Metern Höhe.

Gut 600 Angehörige von Germanwings-Opfern in Le Vernet

Zu den Gedenkfeiern ein Jahr nach der Germanwings-Katastrophe werden mehr als 600 Opfer-Angehörige in den französischen Alpen erwartet. „Das soll eine Zeremonie für die Familien werden, die unter sich bleiben wollen“, kündigte der Präfekt des zuständigen Départements Alpes-de-Haute-Provence, Bernard Guerin, am Mittwoch in Digne-les-Bains an. Deswegen sei eine Teilnahme von Ministern aus Frankreich oder Deutschland bei der Zeremonie in Le Vernet nicht vorgesehen.

„Das wird ein schwerer Moment für die Familien“, sagte Guerin. Die Angehörigen wollten deswegen ausdrücklich nicht gefilmt werden. Die Sicherheitsvorkehrungen seien sehr umfassend, auch nach den jüngsten Anschlägen in Brüssel.

Die Bürgermeister der Absturzregion zwischen Le Vernet und Prads-Haute-Bléone, François Balique und Bernard Bartolini, kündigten an, Verwandte könnten auf Wunsch auch zum Col de Mariaud gelangen. Von dem Bergrücken aus ist die mit einem Zeichen markierte Absturzstelle zu sehen.

Der psychisch kranke Copilot Andreas L. hatte den Airbus A320 absichtlich in den Felsen gesteuert, als der Pilot nicht im Cockpit war. Alle 150 Menschen an Bord starben, 72 davon aus Deutschland, die meisten aus Nordrhein-Westfalen. 51 stammten aus Spanien.

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dpa

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