Fußball-WM: Rechtsextreme warnen vor Südafrika-Reise

+
Eugene Terreblanche

Kapstadt - Die Ermordung des Rechtsextremisten Terreblanche in Südafrika könnte dramatische Folgen für die Fußball-WM 2010 haben. Rechtsextreme haben vor einer Reise in das Land gewarnt.

Lesen Sie dazu auch:

Mord in Südafrika: Zuma besorgt

Südafrikas Regierung ist nach der Ermordung des Rechtsextremisten Eugene Terreblanche besorgt über mögliche negative Auswirkungen auf die Werbung für die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer imeigenen Land. “Wir sind immer besorgt über die Wahrnehmung Südafrikas“, sagte am Osterwochenende Südafrikas Polizeiminister Nathi Mthetwa beim Besuch des Tatorts in Ventersdorp (Provinz Nordwest). Die neuen Sicherheitskonzepte und der entschlossene Einsatz der Polizei zeigten aber bereits ihre Wirkung, betonte er. Zwar bereite die “gewalttätige Natur“ der Kriminalität in Südafrika den politisch Verantwortlichen weiterhin große Sorge; dennoch werde die Sicherheit der WM-Touristen gewährleistet sein.

“Kriegserklärung“ der Schwarzen an die Weißen

Die Rechtsextremisten in Südafrika warnten dagegen vor einer Teilnahme an der ersten WM-Endrunde auf dem Kontinent. Die Ermordung Terreblanches sei eine “Kriegserklärung“ der Schwarzen an die Weißen, meinte am Sonntag in Ventersdorp Andre Visagie von der Afrikanischen Widerstandsbewegung AWB. Terreblanche war der Führer der rechtsradikalen Organisation. Die Mannschaften aus aller Welt würden bei der WM in “ein Land der Mörder“ fahren, sagte Visagie.

WM in Südafrika: Tipps für Sicherheit der Besucher

Tipps vom Auswärtigen Amt für Sicherheit der WM-Besucher

Terreblanche war am Samstag auf seiner Farm nahe Ventersdorp westlich von Johannesburg von zwei schwarzen Arbeitern mit einer Machete und einem Schlagstock getötet worden. Der AWB-Führer und die beiden jungen Arbeiter im Alter von 15 und 21 Jahren waren nach Polizei-Angaben wegen eines angeblich nicht bezahlten Lohns in Streit geraten. Nach der Tat warnte Südafrikas Präsident Jacob Zuma vor neuem Rassenhass. Die Chefin der oppositionellen Demokratischen Allianz (DA), Hellen Zille, meinte, der Mord werde die ohnehin angespannte Lage in Südafrika verschärfen.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Angespielt: "Star Wars Battlefront II" im Test

Angespielt: "Star Wars Battlefront II" im Test

USA schicken fast 60.000 Flüchtlinge aus Haiti zurück

USA schicken fast 60.000 Flüchtlinge aus Haiti zurück

Krass: Sieben User setzten sich auf Alkoholentzug - das passierte

Krass: Sieben User setzten sich auf Alkoholentzug - das passierte

Das sind die teuersten Sportwagen aller Zeiten

Das sind die teuersten Sportwagen aller Zeiten

Meistgelesene Artikel

Auch Babys darunter: Polizei holt 78 Flüchtlinge aus diesen verplombten Lastern

Auch Babys darunter: Polizei holt 78 Flüchtlinge aus diesen verplombten Lastern

Hier entgeht ein Kind nur knapp dem Tod

Hier entgeht ein Kind nur knapp dem Tod

Teurer Tropfen: Whisky im Wert von mehr als 650.000 Euro in Paris gestohlen

Teurer Tropfen: Whisky im Wert von mehr als 650.000 Euro in Paris gestohlen

Erdbeben der Stärke 5,4 erschüttert Südosten von Südkorea

Erdbeben der Stärke 5,4 erschüttert Südosten von Südkorea

Kommentare