Das passiert beim Konklave

Die wichtigsten Fakten zur Papst-Wahl

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Archivfoto: Kardinäle versammeln sich am 18.04.2005 in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan.

Berlin - Am Dienstag beginnt die geheime Wahl eines neuen Papstes. Wie das Konklave genau abläuft und warum Benedikt XVI. die Regeln geändert hat.

Der Papst wird in geheimer Wahl vom sogenannten Konklave gewählt. Diese Versammlung der Kardinäle beginnt normalerweise 15 bis 20 Tage nach dem Tod oder - wie jetzt - nach dem Rücktritt eines Papstes.

Diesmal hat Papst Benedikt XVI. die Regeln allerdings so geändert, dass das Konklave früher beginnen kann. Seit 1878 findet die Papstwahl - von der Außenwelt abgeschnitten - in der Sixtinischen Kapelle in Rom statt.

Benedikt XVI. bestimmte 2007, dass künftig immer eine Zweidrittel- Mehrheit nötig ist, um ein neues katholisches Kirchenoberhaupt zu wählen. Bis dahin galt eine 1996 von Johannes Paul II. aufgestellte Regelung, wonach bis zum 33. Wahlgang eine Zweidrittel-Mehrheit erforderlich war. Benedikt legte fest, dass es nach dem 33. Wahlgang so viele Stichwahlen zwischen den beiden stärksten Kandidaten geben muss, bis mit Zweidrittel-Mehrheit ein neuer Papst gefunden ist.

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Generell gibt es am Nachmittag des ersten Konklave-Tages eine Wahl, an allen anderen Tagen werden in der Regel vormittags und nachmittags jeweils zwei Wahlen - also vier Wahlen am Tag - veranstaltet. Nach den zwei Wahlgängen am Vormittag und den beiden am Nachmittag werden die Stimmzettel verbrannt. Steigt schwarzer Rauch über dem Vatikan auf, ist die Wahl noch nicht entschieden. Steigt hingegen weißer Rauch auf, wurde ein neuer Papst gewählt.

Wahlberechtigt sind alle Kardinäle der römisch-katholischen Kirche, die vor dem Beginn der Sedisvakanz („leerer Stuhl Petri“) ihr 80. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Deren Zahl soll 120 nicht übersteigen, diesmal nehmen voraussichtlich 115 Purpurträger teil. Papst kann im Prinzip jeder katholisch getaufte Mann werden. Doch seit 1378 hatten alle Päpste zuvor den Kardinalsrang.

dpa

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