Alle Bilder weg

Fotografin löscht alle Fotos, weil sie bei Hochzeit nichts zu essen bekommt

Ein Hochzeitspaar hält gemeinsam einen Brautstrauß vor dem Frankfurter Römer
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Eine Hobby-Fotografin hat alle Fotos einer Hochzeit gelöscht, nachdem sie nichts zu essen und zu trinken auf der Veranstaltung bekam. (Symbolbild)

Ihre Hochzeit möchten viele auf Fotos festhalten. Foto-Profis gibt es wie Sand am Meer. Dass ein Paar an dieser Stelle sparen wollte, wurde ihm zum Verhängnis.

Guten Freunden kann man selten einen Gefallen abschlagen. Auch wenn man vielleicht nicht die größte Lust darauf hat, ist Durchziehen angesagt - schließlich zählt der Freund darauf. Hat man es dann jedoch mit einem undankbaren Zeitgenossen zu tun, der Gefallen für selbstverständlich hält und einen auch entsprechend behandelt, kann die Stimmung schnell kippen und in Wut umschlagen. So erging es einer Hobbyfotografin aus den USA, die die Hochzeit eines Freundes fotografieren sollte. Das Ende vom Lied: Sie löschte alle Fotos der Hochzeit und das Paar ging leer aus.

Aber von vorne: Eigentlich sei sie keine Fotografin, schreibt die Reddit-Nutzerin Icy-Reserve6995 im Forum „Am I the Asshole?“ („Bin ich das Arschloch?“). Dort können Nutzer davon berichten, was sie angestellt haben, und andere Nutzer bewerten, ob die Aktion aufgrund der Umstände nachvollziehbar oder übertrieben und böswillig ist. Die Nutzerin Icy-Reserve6995, die sich in diesem Fall den Reddit-Nutzern anvertraut, ist nach eigenen Angaben eigentlich eine Hundefriseurin. „Ich mache den ganzen Tag viele Fotos von Hunden und stelle sie auf Facebook und Instagram, es ist ‚mein Ding‘, wenn man so will. Ein Schnitt und ein Foto bei jedem Termin. Ich schieße selten andere Motive als Hunde“, beschreibt sie ihre Tätigkeit.

Hobbyfotografin bekommt auf Hochzeit kein Essen und Trinken

Doch ein Freund, der heiraten wollte, habe sie gefragt, ob sie seine Hochzeit begleiten könne. Er habe Geld sparen und sich deshalb keinen Profi buchen wollen. „Ich sagte ihm, dass es nicht wirklich meine Stärke ist, aber er überzeugte mich, indem er sagte, ihnen sei es egal, ob sie perfekt werden“, erzählt die Nutzerin weiter. „Sie hatten ein miserables Budget und ich stimmte zu, es für 250 Dollar zu machen, was nichts ist für ein zehnstündiges Event.“

Am Tag der Hochzeit sei die Hundefriseurin dem Brautpaar ab 11 Uhr morgens von Termin zu Termin vor der Hochzeitszeremonie gefolgt und habe permanent auf den Auslöser gedrückt. Auch die Zeremonie sowie die Feier und Reden wurden fotografisch festgehalten. Um 19.30 Uhr sollte ihre Schicht zu Ende sein. Doch am Nachmittag erlebte die Hobbyfotografin die erste Enttäuschung: „Gegen 17.00 Uhr wird das Essen serviert und mir wurde gesagt, ich kann keine Pause zum Essen machen, weil ich fotografieren soll; tatsächlich haben sie keinen Platz für mich an einem Tisch gelassen.“ Sie sei müde geworden und habe schon bereut, den Auftrag für so gut wie keine Gegenleistung angenommen zu haben. Zu allem Überfluss sei es „unglaublich heiß“ gewesen und die Location habe keine Klimaanlage gehabt.

Hitze und Frust: Hobbyfotografin löscht alle Hochzeitsfotos

Doch damit noch nicht genug: „Ich sagte dem Bräutigam, dass ich 20 Minuten Pause machen muss, um mir etwas zu essen und trinken zu holen. Es gibt keine Freigetränke und meine zwei Wasserflaschen sind längst leer“, erzählt Icy-Reserve6995. Daraufhin habe der Bräutigam sie vor die Wahl gestellt, entweder ihren Job als Fotografin vernünftig zu machen oder ohne Bezahlung zu verschwinden. Eine riskante Reaktion für jemanden, der für kleines Geld tolle Fotos vom für viele Menschen schönsten Tag des Lebens zu erwarten scheint.

„Mit der Hitze, meinem Hunger und dass ich generell genervt von den Umständen war, fragte ich, ob er sich sicher sei und er sagte ja, also löschte ich alle Fotos vor seinen Augen und verschwand“, resümiert die Reddit-Nutzerin. „War ich das Arschloch?“, fragt sie ihre Reddit-Genossen. Und die befinden: Nein!

Unfaire Behandlung: Löschen von Hochzeitsfotos gerechtfertigt

„Absolut nicht. Du hättest deine Gesundheit aufs Spiel setzen können und sie haben dich wie Scheiße behandelt“, schreibt ein Nutzer. „Mal ehrlich, wer zum Henker will Fotos von sich beim Essen?“, springt ein anderer der Fotografin zur Seite und stellt infrage, weshalb sie nicht essen durfte, während alle anderen das taten. „Ernsthaft, was ist das für ein Freund?“, fragt ein weiterer Nutzer.

Zumindest das Reddit-Forum war ganz auf der Seite der Hobbyfotografin und fand, ihr wurde durch die spärliche Bezahlung und Verwehrung von Essen und Trinken unrecht getan. Die Quittung dafür hat das Brautpaar in jedem Fall bekommen, ob gerechtfertigt oder nicht - wer möchte schon keinerlei fotografische Erinnerung an den möglicherweise schönsten Tag des Lebens haben? Ob es dem Paar es wert war, die Fotos zu opfern, statt etwas Essen abzugeben und der Fotografin eine Pause zu gönnen, bleibt offen. (ial)

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