Flugsicherung und Wetterdienst wehren sich nach Kritik

Offenbach - Die Deutsche Flugsicherung DFS und der Deutsche Wetterdienst haben Kritik von Airlines an der Luftraumsperrung über Deutschland zurückgewiesen. Ihnen gehe es nicht um Wirtschaftlichkeit.

Sprecher beider Einrichtungen sagten am Sonntag dem DAPD, sie seien an verbindliche Vorgaben gebunden. “Wir müssen nach Sicherheit handeln, nicht nach Wirtschaftlichkeit“, betonte DFS-Sprecherin Kristina Kelek. Sie verwies darauf, dass die anderen europäischen Länder genauso handelten, da die Vorschriften international verbindlich seien.

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Lufthansa und Air Berlin hatten zuvor kritisiert, dass die Luftraumsperrung über Deutschland allein auf der Grundlage von Computersimulationen des Vulcanic Ash Advisory Centre in London erfolge. Lufthansa-Sprecher Klaus Walther hatte auf den “volkswirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe“ verwiesen. Trotz der höheren Gewalt hat jeder Reisende das Recht, das Geld für den ausgefallenen Flug erstattet zu bekommen. DWD-Meteorologe Christoph Hartmann sagte, der DWD bekomme seine Daten zur Vulkanasche vom Vulcanic Ash Advisory Centre, “und die sind verbindlich für die Kollegen von der Flugwetterberatung“. Die Flugwetterberatung machen dann eine ganz normale Meldung, “wie bei einem Gewitter auch“, für die DFS. Hartmann verwies zudem auf Messungen des DWD über Süddeutschland zu Vulkanasche. Die Messstation auf dem Hohenpeißenberg bei München habe in den Luftschichten zwischen drei und sieben Kilometern gemessen, dass dort Ozon stark reduziert sei. Das passiere, wenn Ozon mit Vulkanasche reagiere.

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Airlines handeln eigenverantwortlich Die DFS plant laut Sprecherin Kelek die Luftraumsituation anhand der DWD-Daten. Danach errechne sie, wo sich die mit Vulkanasche kontaminierten Gebiete befänden. Auf dieser Grundlage sei die DFS dann an bestimmte Vorschriften gebunden, die für alle Flugsicherungen weltweit gelten. “Wir müssen in erster Linie so handeln, dass die Sicherheit im deutschen Luftraum gewährleistet ist“, sagte Kelek. Wenn sich die DFS nicht an diese Vorgaben halte, hafte sie für die Folgen.

Kelek verwies darauf, dass nicht die Flughäfen gesperrt würden, sondern verschiedene Sektoren des Luftraums. Die Fluggesellschaften, die nun Testflüge gestartet hätten, seien dafür selbst verantwortlich, deswegen seien die Flüge auch ohne Passagiere erfolgt. Es sei aber unmöglich, dass der gesamte Flugverkehr mit Passagiermaschinen in den niedrigen Flughöhen abgewickelt werde, in denen die Testflüge stattgefunden hätten. Je nachdem, wie sich die kontaminierten Gebiete veränderten, könne die DFS verschiedene Sektoren freigeben, sagte Kelek.

Am Samstag sei beispielsweise der Flugsektor ab etwa 12.000 Meter freigegeben worden. Das nütze aber nichts, wenn die darunterliegenden Sektoren nicht freigegeben seien, da keine Starts und Landungen durch kontaminiertes Gebiet möglich seien.

DAPD

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