Flugsicherung warnt

Drohne schlägt aus großer Höhe neben Familie ein

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Eine private Drohne fliegt über einem Garten, während in einiger Entfernung ein Flugzeug zu sehen ist. Foto: Julian Stratenschulte/Symbolbild

München/Langen (dpa) - Der Absturz einer Drohne aus mehr als 180 Metern ist in München gerade noch glimpflich ausgegangen. Nach Angaben der Polizei war das 1,7 Kilogramm schwere Fluggerät gegen eine Scheibe des Drehrestaurants im Olympiaturm geflogen.

Daraufhin stürzte die Drohne ab und prallte auf den Boden - nur wenige Meter neben einer Familie mit zwei Kindern. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls Ende Oktober hätten sich rund 400 Menschen im näheren Umfeld des Olympiaturms aufgehalten, hieß es weiter.

Der Pilot der Drohne sei wenig später gestellt worden und das Flugobjekt beschlagnahmt worden, hieß es weiter. Auf dem gesamten Münchner Olympiagelände gilt laut Polizei ein generelles Verbot für den Betrieb von motorisierten Flugmodellen. Deshalb wird gegen den 36-Jährigen, der das unbemannte Luftfahrzeug an dem Tag auf eine Vielzahl von Flügen über dem Olympiagelände geschickt haben soll, nun unter anderem wegen Gefährdung im Luftverkehr ermittelt. Ihm drohen eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren.

Im deutschen Luftraum hat sich die Zahl der gefährlichen Annäherungen von Drohnen an andere Luftfahrzeuge verfünffacht. Es habe in diesem Jahr bislang 61 Meldungen gegeben, teilte die Deutsche Flugsicherung mit.

In der gleichen Jahresspanne 2015 hatte es nur 12 Fälle gegeben. Die Flugsicherung müsse die Sicherheit gewährleisten und gleichzeitig der neuen Technologie die Tür aufstoßen, sagte DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle anlässlich einer Fachtagung in Langen bei Frankfurt der Deutschen Presse-Agentur. Dafür müssten die Drohnen in die bestehende Luftraumordnung eingefügt werden, was wiederum eine Möglichkeit zur elektronischen Ortung voraussetze.

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Deutschen Telekom will die DFS hierzu den Einsatz bereits vorhandener Mobilfunktechnologie in Drohnen testen. Außerdem tritt sie für eine Registrierung der Betreiber und einen abgestuften Drohnen-Führerschein ein.

Informationen DFS zu Drohnen

DFS Technologie-Konferenz Herausforderung Drohnen

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