Flüchtlingsdrama vor Korfu: Viele Menschen vermisst

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Ein geretteter Passagier, der auf dem vvor Korfu verunglückten Schiff war.

Athen - Im Meer zwischen Griechenland und Italien ist ein türkisches Schiff westlich der Touristeninsel Korfu mit rund 250 illegalen Flüchtlingen an Bord gesunken.

Wie die griechischen Behörden mitteilten, konnten die meisten Passagiere am frühen Sonntagmorgen gerettet werden. Ein niederländischer Frachter nahm sie den Angaben zufolge sechs Stunden, nachdem ein Notsignal die Küstenwache alarmiert hatte, auf. Starke Winde hatten eine raschere Rettungsaktion verhindert. Unter den Geretteten befanden sich zwei türkische Staatsangehörige, die von den Behörden als Menschenschmuggler bezeichnet wurden. Im Fernsehen wurde ein Mann gezeigt, der in Handschellen abgeführt wurde.

Eine Sprecherin der Küstenwache erklärte, unter den Passagieren seien Afghanen, aber auch andere Nationalitäten. Zur Zahl der Vermissten konnte sie keine endgültigen Angaben machen, dazu müssten erst die Passagiere befragt werden, von denen viele keine Dokumente bei sich trügen. Behördenangaben zufolge wurden 15 Männer zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Sie schwebten aber nicht in Lebensgefahr, hieß es. Zwei Hubschrauber und vier Schiffe machten sich auf die Suche nach weiteren Überlebenden. Ein fünftes Schiff wurde bereits zur Verstärkung angefordert.

dapd

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