Flucht vor Ehemann: Happy End für Mutter und Tochter

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Die Deutsche Tina R. umarmt am Dienstag (08.03.11) auf der italienischen Insel Lampedusa ihre Tochter Amina Jasmine.

Düsseldorf - Die spektakuläre Flucht der Deutschen Tina R. und ihrer neunjährigen Tochter Amira aus Tunesien hat ein Ende. Nun hat die Frau über Details der gefährlichen Odyssee berichtet.

Der neue Lebensgefährte der Frau nahm die beiden am Mittwochabend am Düsseldorfer Flughafen in Empfang. Tina R. und Amira waren zuvor in einem überfüllten Flüchtlingsboot über das Mittelmeer auf die italienische Insel Lampedusa geflohen - angeblich um dem tunesischen Ex-Mann der Frau zu entkommen. Dieser wies die Darstellungen der Frau allerdings in mehreren deutschen Medien zurück.

In der “Bild“-Zeitung vom Donnerstag schilderte Tina R. Details ihrer Odyssee. “In der Nacht zum Sonntag waren wir in ständiger Bereitschaft“, erinnert sie sich an die Stunden vor dem Aufbruch in Tunesien. “Frühmorgens wurden wir dann in Autos zur Ablegestelle gebracht. Da war so ein Ober-Aufpasser mit Baseballschläger, der machte uns furchtbare Angst.“

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Drei Schiffe hätten auf die Flüchtlinge gewartet - “eines heruntergekommener als das andere“. Nass und kalt sei es gewesen. Noch nicht einmal eine Toilette habe es an Bord gegeben. “Die hygienischen Zustände waren unbeschreiblich, es gab nur einen Eimer für die Notdurft“, erzählte Tina R. der “Bild“.

Vor Erreichen der italienischen Hoheitsgewässer seien die Flüchtlinge zweimal kontrolliert, aber jedes Mal durchgelassen worden. “Bei der zweiten Kontrolle machten sie uns richtig Angst, die meinten, unser Schiff würde garantiert untergehen“, erzählte die Frau. Als sie dann die ersten italienischen Soldaten gesehen habe, habe sie gewusst: “Wir haben es geschafft.“ Zur Verblüffung der italienischen Hilfskräfte waren Tina R. und Amira am Montag auf Lampedusa von dem nordafrikanischen Flüchtlingsboot gestiegen. Journalisten hatte die Frau danach erzählt, sie habe sich einer Schleuserbande anvertraut, um ihr Kind aus den Händen ihres Ex-Manns zu befreien.

dpa

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