Fahrstuhlkamera filmte die Tat

Firmenboss misshandelt Hund - gefeuert

Vancouver - Die brutale Behandlung eines Hundes ist dem Chef eines internationalen Unternehmens in den USA zum Verhängnis geworden.

Der Mann hatte schon Ende Juli im Fahrstuhl eines Wohnhauses in Vancouver in Kanada den Hund getreten und immer wieder an der Leine gerissen, zuletzt zerrte er das Tier an der Leine sogar in die Höhe. Erst Wochen später sorgte das Video der Fahrstuhlkamera für Aufruhr. Das Filmchen breitete sich schnell aus und wurde empört kommentiert - wie es an die Öffentlichkeit kam, ist unklar.

Der Betroffene entschuldigte sich in einem öffentlichen Statement: "Ich übernehme die volle Verantwortung für meine Tat. Dieser Vorfall ist völlig untypisch für mich und ich bin zutiefst beschämt und peinlich berührt." Er sei dankbar, dass dem Tier, das einem Freund gehöre, nichts passiert sei. Bei dem Hundehalter er sich bereits persönlich entschuldigt habe. Er sei sich dessen bewusst, dass sein Fehlverhalten auch negative Auswirkungen auf seine Familie, seine Firma und seine Klienten habe. Auch bei ihnen entschuldigte er sich.

Centerplate, ein mehr als 80 Jahre altes Unternehmen mit etwa 30.000 Mitarbeitern, bestätigte jetzt die Entlassung ihres Bosses „wegen eines persönlichen Fehlverhaltens gegenüber einem Tier in seiner Obhut“. „Wir wollen unterstreichen, dass wir es weder hinnehmen noch darüber hinwegsehen, wenn Tiere misshandelt werden“, erklärte das Unternehmen, das vor allem Stadien und andere Großveranstaltungen mit Essen versorgt („stolz auf 115 Millionen Gäste im Jahr“).

dpa/hn

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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