Fett-Mörder doch nur Erfindung?

Ein Polizist zeigt in Peru die Überreste von Mordopfern - ob diese tatsächlich von einer Bande getötet wurden und das abgesaugte Fett an Kosmetikfirmen verkauft wurde erschint mittlerweile fraglich.

Lima - Wirbel um die Mörderbande, die ihren Opfern Fett entnommen haben soll: Die Polizei in der peruanischen Region Monzón hat die Existenz der Bande, die weltweit für Schlagzeilen sorgte, nun bestritten.

“Wir waren von der Ankunft der Polizei aus Lima überrascht, weil sie gar nicht angekündigt war und wir über den Fall auch nicht informiert worden waren“, zitierte die Zeitung “La República“ am Montag einen Polizisten. “Dass in der Region eine Bande von “Pishtacos“ (mythische Gestalt aus den Anden, die ihren Opfern das Fett raubt) aktiv sein sollte, hat uns völlig verwundert, weil wir wissen, dass das nicht stimmt“, sagte der Beamte.

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Bestialische Bande saugt Mordopfern Fett ab und verkauft es

Perus Innenminister Octavio Salazar hatte den von einem Polizei-General erhobenen Verdacht gegen die angeblichen Fett-Mörder vor zehn Tagen noch ausdrücklich bekräftigt. Demnach soll die Bande über Jahre hinweg Opfer enthauptet und ihnen dann das Fett entzogen haben, um es für 15.000 Dollar (10.000 Euro) je Liter an Kosmetikfirmen zu verkaufen. Allerdings wird menschliches Fett - soweit bekannt - nicht in Kosmetikartikeln verwendet und stünde auch aus legalen Quellen wie Schönheitskliniken zur Verfügung.

Mit dem Dementi der lokalen Polizei bekamen Spekulationen Auftrieb, die haarsträubende Geschichte von den Fett-Mördern sei lanciert worden, um von Ermittlungen gegen die Polizei in der Stadt Trujillo im Norden Perus abzulenken. Dort steht die Polizei im Verdacht, zwischen August 2007 und März 2008 insgesamt 40 Kriminelle umgebracht zu haben.

dpa

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