Fast 40 Tote bei Kämpfen im Nordkaukasus

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Miliätrtruppen nach dem Anschlag in Dagestan.

Tsentoroi - Der russische Nordkaukasus hat ein blutiges Wochenende erlebt. Fast 40 Menschen wurden bei Feuergefechten in den Republiken Tschetschenien, Kabardino-Balkarija und Dagestan getötet.

Wie Behörden mitteilten, kamen allein bei einer Schießerei zwischen der Leibwache des tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow und Rebellen am Sonntagmorgen 19 Menschen ums Leben. Darunter waren auch fünf Zivilpersonen, die ins Kreuzfeuer geraten waren, wie russische Medien berichteten. Die Rebellen seien am Morgen in Tsentoroi, das Heimatdorf Kadyrows eingedrungen, sagte sein Sprecher Alwi Karimow der Nachrichtenagentur AP. Bei dem Gefecht seien mindestens zwölf Rebellen und zwei Mitglieder der Sicherheitskräfte getötet worden. Kadyrow sei auch in dem Dorf gewesen, bestätigte Karimow. Er habe die Sicherheitskräfte befehligt. Der Präsident entging soweit bekannt zuletzt 2009 einem möglichen Attentatsversuch.

Bei einem anderen Zwischenfall in der Region wurden am Sonntag in der Republik Dagestan vier militante Islamisten erschossen. Sie waren nach Angaben der Behörden in zwei Fahrzeugen unterwegs und hatten an einem Kontrollposten der Polizei nicht angehalten.

Bei drei Großeinsätzen der russischen Polizei waren erst am Samstag mindestens 14 mutmaßliche Extremisten getötet worden. Auch zwei Polizisten seien ums Leben gekommen, teilte die Polizei. In der russischen Republik Kabardino-Balkarija wurden demnach bei zwei Gefechten neun mutmaßliche Extremisten erschossen.

In der benachbarten Republik Dagestan wurden fünf mutmaßliche Extremisten und zwei Angehörige der Sicherheitskräfte getötet. Erstere hatten nach Angaben der Ermittler Verbindungen zu Madomedali Wagabow, dem mutmaßlichen Drahtzieher der Selbstmordanschläge auf die Moskauer Metro, bei denen im April 40 Menschen getötet wurden. Wagabow wurde in der vergangenen Woche bei Gefechten mit Spezialeinheiten getötet.

Menschenrechtler weisen darauf hin, dass die Anschläge auch eine Reaktion auf gewaltsame Übergriffe und Morde durch die russische Polizei unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung seien.

apn

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