FARC-Rebellen lassen Geisel frei

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FARC-Geisel Josue Daniel Calvo in Kolumbien freigelassen.

Bogotá - Die kolumbianischen FARC-Rebellen haben am Sonntag verabredungsgemäß und ohne Gegenleistung des Staates eine ihrer Geiseln freigelassen.

Der 22-jährige Soldat Josué Calvo wurde an einem geheim gehaltenen Ort im Süden des Landes Vertretern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben und per Hubschrauber in die Stadt Villavicencio im Zentrum des Landes geflogen. Dort wurde der vor elf Monaten entführte junge Mann von seiner Familie in die Arme geschlossen. Wegen einer Beinverletzung leicht humpelnd aber ansonsten offenbar wohlauf stieg er freudestrahlend aus dem von Brasilien gestellten Hubschrauber. Mit an Bord der Maschine waren neben Vertretern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) auch die oppositionelle Senatorin und Vermittlerin Piedad Córdoba und der katholische Bischof Leonardo Gómez.

Das IKRK bestätigte, dass die marxistische Rebellengruppe “Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens“ (FARC) am Dienstag auch den vor mehr als zwölf Jahren verschleppten Unteroffizier Pablo Moncayo freilassen wollten. Sein Vater Gustavo wurde als “Wanderer für den Frieden“ weltweit bekannt. Er legte tausende Kilometer zu Fuß zurück, um für die Freilassung seines Sohnes zu demonstrieren, wurde vom Papst und Politikern in Europa empfangen. Er hatte dem konservativen Präsidenten Alvaro Uribe wiederholt vorgeworfen, nur auf Gewalt gesetzt und einen Austausch der Geiseln gegen inhaftierte Rebellen immer wieder torpediert zu haben.

Nach Medienberichten war Uribe auch dieses Mal wieder kurz davor, die für die Freilassung nötigen Garantien zu verweigern, weil die FARC ihre Angriffe auf den Staat in den vergangenen Wochen intensiviert hatten. Córdoba betonte, es sei das letzte Mal, dass die Rebellen Geiseln ohne Gegenleistung des Staates freilassen. Die FARC wollen die von ihnen nun noch 22 festgehaltenen Soldaten und Polizisten gegen etwa 500 inhaftierte Rebellen eintauschen. Uribe lehnt das ab und forciert stattdessen die militärische Befreiung von Geiseln.

dpa

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