Wegen neuer Hinweise

Fall Maddie: Portugals Polizei ermittelt wieder

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Die Behören in Portugal haben die Ermittlungen im Fall Maddie wieder aufgenommen.

Lissabon - Vor sechs Jahren verschwand die kleine Madeleine McCann aus einer portugiesischen Ferienanlage. Nachdem es nun neue Hinweise gibt, nehmen die dortigen Behörden den Fall wieder auf.

Damit folgen sie einer Empfehlung der Polizei aufgrund "neuer Elemente", teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Die portugiesischen Behörden werden dabei eng mit den britischen zusammenarbeiten. Die Untersuchungen in Portugal und von Scotland Yard sollen parallel laufen, teilte die britische Seite mit. Die Behörden in Portugal hatten ihre Ermittlungen zum Verschwinden des britischen Mädchens 2008 eingestellt.

Auf Ersuchen der britischen Regierung nahm Scotland Yard den Fall zwei Jahre lang unter die Lupe und leitete dann im Juli ein eigenes Ermittlungsverfahren ein. Scotland Yard hatte vergangene Woche zunächst im britischen dann auch im deutschen Fernsehen, in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY", neue Ergebnisse präsentiert, unter anderem Phantombilder. Anschließend gingen hunderte neue Hinweise ein.

Maddie soll endlich gefunden werden

Die Ergebnisse von Scotland Yard hätten auch die Polizei in Portugal dazu bewegt, die Akte wieder aufzuschlagen, hieß es aus London. Man verfolge nun aber jeweils andere Stränge. „Dies ist eine willkommene Entwicklung, aber beide Seiten sind in ihren Untersuchungen noch in sehr frühen Stadien und es muss noch viel getan werden“, sagte Mark Rowley vom Ermittlerteam bei Scotland Yard.

Die damals dreijährige Madeleine war 2007 aus einer Ferienwohnung in Praia da Luz an der portugiesischen Algarve verschwunden. Die intensive Suche nach dem Mädchen blieb bisher vergebens. Kate und Gerye McCann, die Eltern des Mädchens, erklärten nun, sie seien „sehr froh“ über die neuen Untersuchungen in Portugal: „Wir hoffe, das führt dazu, dass sie endlich gefunden wird und herauskommt, wer für diese Tat verantwortlich ist.“ Madeleines Eltern heuerten Privatdetektive an und suchten weiter nach ihrer Tochter, nachdem die portugiesische Polizei die Ermittlungen eingestellt hatte.

afp/dpa

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