Präsidentin kündigt Konsequenzen an

Fährunglück: Jetzt über 240 Tote

+
Das Wrack der Fähre "Sewol" liegt weiterhin vor der Küste von Südkorea.

Seoul - Nach dem Fährunglück in Südkorea vor rund zweieinhalb Wochen ist die Zahl der Toten inzwischen auf über 240 gestiegen. Südkoreas Präsidentin hat schwerwiegende Konsequenzen angekündigt.

Zweieinhalb Wochen nach dem Untergang der südkoreanischen Fähre „Sewol“ ist die Zahl der Todesopfer auf fast 250 gestiegen. Aus dem Wrack und der Umgebung vor der Südwestküste des Landes bargen Taucher am Wochenende nach Angaben der Behörden 16 weitere Leichen. Es galten noch über 50 der ursprünglich 476 Insassen als vermisst. Bei einem Treffen mit Angehörigen der Opfer in der Nähe der Unglücksstelle kündigte Präsidentin Park Geun Hye am Sonntag schwerwiegende Konsequenzen für alle Beamte an, denen Mitverantwortung für die Katastrophe nachgewiesen werden könne.

Nach Berichten südkoreanischer Medien sagte Park vor den Familien, dass sie selbst Verantwortung für das Unglück und die Reaktion der Regierung darauf empfinde. „Wir untersuchen noch die Gründe für den Unfall. Wir werden alle Regierungsbeamte hart bestrafen, die ihre Pflichten nicht richtig erfüllt haben“, wurde die Staatschefin von der Zeitung „The Korea Herald“ zitiert. Park traf sich den Berichten zufolge mit Dutzenden von Angehörigen im Hafen von Paengmok auf der Insel Chindo. Dort warten noch immer viele Menschen das Ende der Bergungsarbeiten ab.

Lasche Sicherheitsstandards mit schuld am Fährunglück?

Es war ihr zweiter Besuch auf Chindo seit dem Untergang der Fähre. Ende April hatte sie sich bei einem Kabinettstreffen in Seoul für schlechtes Krisenmanagement nach dem Unglück entschuldigt. Insbesondere die Familien kritisierten von Anfang an nicht nur die Besatzung der „Sewol“, sondern auch die Regierung, nicht genug für die Rettung von Insassen der gekenterten Fähre unternommen zu haben. Auch werden lasche Sicherheitsstandards für das Unglück mitverantwortlich gemacht.

Die „Sewol“ war am 16. April gekentert. Die meisten Passagiere waren Jugendliche auf einem Schulausflug. Viele Insassen wurden bei dem Unglück im Bauch des Schiffs eingeschlossen. Bis zum Sonntagabend stieg die Zahl der geborgenen Todesopfer auf 248.

Bergungsarbeiten weiter durch Strömung und Wellen erschwert

Die Bergungsarbeiten wurden am Wochenende weiter durch die starke Strömung und hohe Wellen erschwert. Zuletzt nahm die Besorgnis zu, dass einige Leichen so weit vom Wrack abgetrieben sein könnten, dass sie nicht mehr gefunden werden.

Die Ermittler vermuten, dass eine Überladung des Schiffes sowie frühere Umbauten an der 20 Jahre alten Auto- und Personenfähre den Untergang mit verursacht haben könnten. Auch wird untersucht, ob die Ladung richtig gesichert war. Der Kapitän und die anderen 14 leitenden Besatzungsmitglieder sitzen in Untersuchungshaft. Sie werden beschuldigt, die Passagiere nach der Havarie ihrem Schicksal überlassen zu haben. Nur 174 Insassen hatten gerettet werden können.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Panik in London - Polizei: Keine Hinweise auf Schüsse

Panik in London - Polizei: Keine Hinweise auf Schüsse

Diese Stellen vergessen Sie beim Putzen andauernd

Diese Stellen vergessen Sie beim Putzen andauernd

Werbung für Abtreibung: Ein Urteil heizt alte Debatten an

Werbung für Abtreibung: Ein Urteil heizt alte Debatten an

Weg damit! Diese sechs Dinge sorgen in der Wohnung für miese Laune

Weg damit! Diese sechs Dinge sorgen in der Wohnung für miese Laune

Meistgelesene Artikel

Das halbe Gesicht dieser Frau verbrennt über Nacht - sie hat einen schlimmen Verdacht

Das halbe Gesicht dieser Frau verbrennt über Nacht - sie hat einen schlimmen Verdacht

TV-Reporter schreibt unheimliche Nachricht und verschwindet dann im Dschungel

TV-Reporter schreibt unheimliche Nachricht und verschwindet dann im Dschungel

Einer der gefürchtetsten Paten: Ehemaliger Mafia-Boss Toto Riina gestorben

Einer der gefürchtetsten Paten: Ehemaliger Mafia-Boss Toto Riina gestorben

Charles Manson ist tot: Mörder, Sektenführer und perverse Pop-Ikone

Charles Manson ist tot: Mörder, Sektenführer und perverse Pop-Ikone

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion