Fachleute entschärfen Blindgänger an der A2

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Fünf-Zentner Fliegerbomben: 16.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Foto: Peter Steffen

16 000 Menschen müssen stundenlang ihre Häuser verlassen, die Ost-West-Autobahn A2 ist bei Hannover komplett gesperrt. Beim Entschärfen von Weltkriegsbomben kann immer etwas schief gehen.

Hannover (dpa) - Bomben-Experten haben bei Hannover zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Die Arbeiten dauerten den ganzen Sonntag, rund 16 000 Menschen konnten erst am Abend zurück in ihre Häuser. 

Die bedeutende Ost-West-Achse A2 war wegen der Entschärfung von Mittag an bis zum Abend komplett gesperrt. Das befürchtete Verkehrschaos rund um Hannover blieb aber aus.

An drei Punkten waren neben der Autobahn in Langenhagen Blindgänger vermutet worden. Zweimal wurden die Fachleute vom Kampfmittelräumdienst tatsächlich fündig: Am frühen Abend wurde an einem von drei Verdachtspunkten eine fünf Zentner schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht. Kurz vor 19.30 Uhr wurde dann auch ein zweiter Blindgänger entschärft. An einem dritten Punkt bestätigte sich der Verdacht auf eine Bombe nicht, wie eine Sprecherin der Stadt Langenhagen sagte.

Die Gefahrenzone war erst mit mehr als einer Stunde Verzögerung evakuiert worden. Erst danach konnte der Kampfmittelräumdienst seine Arbeit aufnehmen. "Es hat bei einigen Leuten länger gedauert, bis sie das Haus verlassen haben", sagte Stadtsprecherin Juliane Stahl. Manche der 16 000 Menschen, die wegen der Entschärfung ihre Wohnungen verlassen mussten, hatten seit dem frühen Morgen bei Freunden, Verwandten oder in öffentlichen Sammelstellen ausgeharrt.

In der Verkehrsmanagementzentrale in Hannover waren die Verantwortlichen am Nachmittag erleichtert. Wegen der Sperrung der A2 gab es lediglich leichte Behinderungen auf den Straßen, meldete ein Sprecher. Angesichts des Reiseverkehrs waren deutlich schlimmere Zustände befürchtet worden.

Verkehrsmanagementzentrale zur Sperrung der A2

Stadt Langenhagen zur Entschärfung

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