Bahnverkehr normalisiert sich

Herbststurm "Fabienne" hinterlässt große Schäden

Der geparkte Transporter war der Wucht des des Sturmtiefs "Fabienne" nicht gewachsen. Foto: Johannes Krey
1 von 8
Der geparkte Transporter war der Wucht des des Sturmtiefs "Fabienne" nicht gewachsen. Foto: Johannes Krey
Blick auf ein durch Sturm "Fabienne" zerstörtes Haus im sächsischen Brünlos. Foto: Bernd März
2 von 8
Blick auf ein durch Sturm "Fabienne" zerstörtes Haus im sächsischen Brünlos. Foto: Bernd März
Umgeknickte Bäume blockieren im bayerischen Ebrach eine Straße: In weiten Teilen Süd- und Mitteldeutschlands mussten Straßen gesperrt und von Bäumen befreit werden. Foto: Nicolas Armer
3 von 8
Umgeknickte Bäume blockieren im bayerischen Ebrach eine Straße: In weiten Teilen Süd- und Mitteldeutschlands mussten Straßen gesperrt und von Bäumen befreit werden. Foto: Nicolas Armer
Abgedeckte Dächer in Nieder-Olm in Rheinland-Pfalz. Foto:Stenzel/Wiesbaden112.de
4 von 8
Abgedeckte Dächer in Nieder-Olm in Rheinland-Pfalz. Foto:Stenzel/Wiesbaden112.de
Auch dieses Gartenhaus im rheinland-pfälzischen Nieder-Olm konnte der Wucht von "Fabienne" nicht standhalten. Foto: Stenzel/Wiesbaden112.de
5 von 8
Auch dieses Gartenhaus im rheinland-pfälzischen Nieder-Olm konnte der Wucht von "Fabienne" nicht standhalten. Foto: Stenzel/Wiesbaden112.de
Im bayerischen Untersteinach wurde das Dach eines Hauses fast vollständig abgedeckt. Foto: Nicolas Armer
6 von 8
Im bayerischen Untersteinach wurde das Dach eines Hauses fast vollständig abgedeckt. Foto: Nicolas Armer
"Fabienne" hat auch das Münchner Oktoberfest gestreift. Einige Fahrgeschäfte stellten vorsorglich zeitweise ihren Betrieb ein. Foto: Felix Hörhager
7 von 8
"Fabienne" hat auch das Münchner Oktoberfest gestreift. Einige Fahrgeschäfte stellten vorsorglich zeitweise ihren Betrieb ein. Foto: Felix Hörhager
Abgeknickter Apfelbaum im bayerischen Ebrach. Foto: Nicolas Armer
8 von 8
Abgeknickter Apfelbaum im bayerischen Ebrach. Foto: Nicolas Armer

Kaum hat der Herbst kalendarisch begonnen, zieht ein schwerer Sturm über Süd- und Mitteldeutschland. Eine Frau stirbt, ein Junge ist in Lebensgefahr. Bahn- und Flugverkehr kehren langsam zurück zur Normalität.

Berlin (dpa) - Der erste schwere Sturm im kalendarischen Herbst hat große Schäden in Süd- und Mitteldeutschland verursacht. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren am Sonntag vielerorts im Dauereinsatz. Die Reisepläne Tausender wurden durcheinandergewirbelt.

Von Sturmtief "Fabienne" waren besonders Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen, Sachsen, Baden-Württemberg und Bayern betroffen.

Auf einem Campingplatz in Bayern erschlug ein umstürzender Baum eine 78 Jahre alte Frau, wie die Polizei im Landkreis Bamberg mitteilte. Sie starb noch am Unglücksort. In Baden-Württemberg wurde ein vierjähriger Junge lebensgefährlich verletzt. Eine Orkanböe hatte in Epfenbach eine große Buche auf das Auto kippen lassen, in dem er saß.

Zahlreiche Bäume stürzten im Süden Deutschlands auch auf Bahngleise und Oberleitungen, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte. Der Verkehr war stundenlang eingeschränkt. In Stuttgart, München, Nürnberg, Regensburg und Basel stellte die Bahn Hotel-Züge bereit, um gestrandete Fahrgäste unterzubringen. Am Montag waren fast alle Hauptstrecken wieder frei. Es war aber weiter mit Verspätungen zu rechnen. Gesperrt war noch die IC-Strecke Nürnberg-Regensburg.

In einigen Regionen kam es zu Unfällen im Bahnverkehr, die aber glimpflich verliefen: In Sachsen und Bayern kollidierten Züge mit umgestürzten Bäumen. Mehrere Triebwagen wurden beschädigt, verletzt wurde jedoch niemand.

Am Frankfurter Flughafen - Deutschlands größtem Airport - waren die Sturmfolgen ebenfalls zu spüren. "Es ist etwas voller als sonst", sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport am Montagmorgen. Etwa 130 Flüge waren am Sonntag wegen des Sturms und Regens abgesagt worden.

Das Sturmtief "Fabienne" streifte auch das Münchner Oktoberfest. Einige Fahrgeschäfte stellten am Sonntagabend zeitweise ihren Betrieb ein, wie der Sprecher der Schausteller sagte. Das Unwetter habe das Fest aber nicht in voller Stärke erreicht. Das Oktoberfest ist mit sechs Millionen erwarteten Gästen das größte Volksfest der Welt.

In weiten Teilen Süd- und Mitteldeutschlands wurden Straßen wegen des Unwetters gesperrt. In Sachsen war vor allem der Erzgebirgskreis betroffen. "Anrufer berichteten uns von einem Tornado", sagte ein Sprecher der örtlichen Feuerwehr. Hausdächer seien weggeflogen, ein Gebäude habe gestützt werden müssen und gelte als einsturzgefährdet. Vier Rinder starben im Osterzgebirge, als eine Stromleitung zerriss und auf ein Feld fiel.

In Tschechien führte "Fabienne" zu Stromausfällen. Am Montag waren den Energieversorgern zufolge noch rund 70.000 Haushalte ohne Strom, in der Nacht waren es doppelt so viele gewesen. Bei Olomouc (Olmütz) im Osten des Landes wurden zwei Menschen verletzt, als ein Baum auf ihr Wochenendhaus fiel, wie die Agentur CTK berichtete.

In der Schweiz traf "Fabienne" laut Agentur SDA vor allem den Flugverkehr. An den Flughäfen Zürich, Basel und Genf gab es am Sonntagabend bei fast allen Starts und Landungen deutliche Verspätungen.

Das könnte Sie auch interessieren

Schwerer Unfall auf der A1

Bei einem Unfall mit drei Lkw auf der A1 am Donnerstag wurde ein Lkw-Fahrer lebensgefährlich verletzt. Die A1 zwischen Posthausen und Oyten musste …
Schwerer Unfall auf der A1

Rotenburger Herbstmarkt auf dem Lohmarkt

Auch am Samstag und Sonntag konnten sich die 65 Schausteller auf dem Rotenburger Herbstmarkt nicht über fehlende Kundschaft beklagen. Die …
Rotenburger Herbstmarkt auf dem Lohmarkt

Sanierung an der KGS Leeste

Stippvisite in der KGS Leeste: Die Sanierungsarbeiten liegen im Zeitplan. 
Sanierung an der KGS Leeste

Fotostrecke: Abschlusstraining ohne Bargfrede

Abschlusstraining! So lief die Einheit bei Werder Bremen einen Tag vor dem Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 - ohne Philipp Bargfrede.
Fotostrecke: Abschlusstraining ohne Bargfrede

Meistgelesene Artikel

Behörden untersuchen Gründe: 36 schwangere Schülerinnen an einem Gymnasium

Behörden untersuchen Gründe: 36 schwangere Schülerinnen an einem Gymnasium

Tragischer Unfall: Student stürzt beim Fensterputzen in den Tod

Tragischer Unfall: Student stürzt beim Fensterputzen in den Tod

Perverse schneidet Mutter Baby aus Bauch - aber das Schlimmste kommt erst noch

Perverse schneidet Mutter Baby aus Bauch - aber das Schlimmste kommt erst noch

Zweifache Mutter macht Selfie auf Balkongeländer im 27.Stock - mit fatalen Folgen

Zweifache Mutter macht Selfie auf Balkongeländer im 27.Stock - mit fatalen Folgen

Kommentare