Experten: Das frühe Rom war größer als angenommen

Rom (dpa) - Die Stadt Rom war in ihrer Frühzeit nach Ansicht von Archäologen deutlich größer als bisher angenommen. Dies ergebe sich aus einem neuen sensationellen Fund auf dem Quirinal-Hügel, wie italienische Medien am Donnerstag berichteten.

Dort hatten die Ausgräber am Mittwoch die Entdeckung der Überreste eines Wohngebäudes aus dem 6. Jahrhundert vor Christus bekanntgegeben.

Das Gebäude aus der Zeit des Königs Servio Tullio (578-539 v. Chr.) soll drei mal zehn Meter weit und drei Meter hoch gewesen sein. Es ist der bedeutendste archäologische Fund in Rom in den vergangenen Jahren.

Der Quirinal ist einer der sieben Hügel des klassischen Roms. Bisher waren die Forscher davon ausgegangen, dass es dort zu der Zeit nur einen Friedhof gab und sich die Besiedlung auf die Gegend des Forums am Kapitol-Hügel beschränkte. "Das bedeutet, dass Rom zu Beginn des sechsten Jahrhunderts deutlich größer war als wir bisher erwarteten", sagte die Ausgrabungsleiterin Mirella Serlorenzi.

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