Grippewelle

Experte: Grippesymptome nicht unterschätzen

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Eine Ärztin spritzt einer Patientin in Hannover eine Grippeschutzimpfung. Foto: Julian Stratenschulte

Dortmund/Berlin (dpa) - Angesichts der starken Grippewelle warnt der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) davor, die Krankheit zu unterschätzen.

"Jeder, der sich krank fühlt und ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf hat, also ältere Menschen oder Personen mit chronischen Vorerkrankungen, sollte seinen Hausarzt konsultieren", sagte Lothar Wieler in einem Interview der Dortmunder "Ruhr Nachrichten". Das derzeit zirkulierende Influenza-AH3N2-Virus sei dafür bekannt, dass es bei älteren Menschen zu schweren Krankheitsverläufen führe.

Besonders verbreitet sei die Grippe derzeit im Süden und Osten Deutschlands. Zudem seien auch Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Schwerpunkte. "Aber da die Zahlen noch steigen, kann sich das in den nächsten Wochen verschieben", sagte Wieler. Die Grippewelle habe früher begonnen und sei jetzt schon deutlich stärker als bei einem moderaten Verlauf. "Offiziell gemeldet sind bisher 27 000 Grippefälle aus dem gesamten Bundesgebiet, darunter 85 Todesfälle, insbesondere bei älteren Menschen." Es werden jedoch lange nicht alle gemeldet.

Eine Grippeschutzimpfung könne noch sinnvoll sein, auch wenn der Aufbau des Impfschutzes etwa 14 Tage dauere. Unabhängig vom Impfstatus sollten alle Menschen die Hygieneempfehlungen beachten. Wieler rät, häufiger nach dem Händeschütteln die Hände gründlich zu waschen. "Wer bereits typische Symptome wie Husten oder Niesen hat, sollte aufpassen, niemanden anzustecken. Das heißt: Einweg-Taschentücher benutzen und notfalls in den Ärmel husten."

Jüngster Influenzabericht (21. bis 27. Januar)

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