Mann sticht Ex-Freundin nieder: Elf Jahre Haft

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Die Kammer sieht es als erwiesen an, dass der Mann die Frau vergewaltigte und dann mit mehreren Messerstichen tötete.

Dresden - Wegen Vergewaltigung und Tötung seiner Ex-Freundin ist ein 30-Jähriger im Landgericht Dresden zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren verurteilt worden.

Der Angeklagte habe nicht verkraftet, dass die Frau die Beziehung Ende 2013 beendete, sagte die Vorsitzende Richterin Birgit Wiegand. Weil das Paar der Gothic-Szene angehörte, hatte der Fall als "Grufti-Mord" Schlagzeilen gemacht.

"Er ist nicht in der Lage, Konflikte auszutragen", sagte Wiegand. Vielmehr habe der Mann sich an die Vorstellung geklammert, wieder mit der Frau zusammenzukommen. "Trotz klarer Signale hat er sich nicht mit der Trennung abfinden wollen." Als die Frau ihre letzten Sachen aus der Wohnung abholen wollte, habe der 30-Jährige ihr gesagt, er könne nicht zulassen, dass sie ihn verlasse, schilderte Wiegand den Ablauf. Während der neue Freund und ein Begleiter vor dem Haus warteten, vergewaltigte er die angehende Altenpflegehelferin, so die Richterin. "Danach stach er zigmal auf sie ein."

Staatsanwaltschaft und Nebenkläger hatten eine Freiheitsstrafe von 13 Jahren gefordert, die Verteidigung maximal elf Jahre. Die Richterin betonte, der Angeklagte habe unmittelbar nach der Tat alles eingeräumt und sei auch dabei geblieben. Der Mann nahm das Urteil regungslos auf, die Mutter und die Brüder seiner Ex-Freundin reagierten enttäuscht.

dpa

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