Europa schickt "Wächter" zur Beobachtung der Ozeane ins All

+
Reiseziel Weltraum: Start der Trägerrakete mit dem Sentinel-3A-Satelliten. Foto: European Space Agency ESA

Europäische Wissenschaftler verstärken den Blick auf den Gesundheitszustand der Erde. Ein weiterer Umwelt-Satellit ist ins All geschickt worden. Arbeitsschwerpunkt: die Ozeane.

Darmstadt/Plessezk (dpa) - Europas Weltraumorganisation Esa will den globalen Klimawandel verstärkt aus dem All erforschen und hat für das Erdbeobachtungsprogramm "Copernicus" einen weiteren Umwelt-Satelliten auf die Reise geschickt.

Sentinel-3A soll dabei helfen, die Ozeane und das Fließen der Meeresströme vom Weltraum aus zu beobachten sowie die Dicke des Meereises und den Anstieg des Meeresspiegels messen. Die Beobachtungen sollen auch Aufschluss geben über die Meeresverschmutzung. Geplant ist, dass der Satellit die gesamte Erde in etwa einem Tag abtastet.

Der über eine Tonne schwere Satellit hob mit einer Rockot-Trägerrakete vom Kosmodrom Plessezk in Nordrussland aus ab. Sentinel-3A erreichte seine Umlaufbahn in rund 800 Kilometer Höhe. Er sendete auch sein erstes Signal zur Erde. Sentinel-3A (englisch für: "Wächter") ist nach Sentinel-1A und Sentinel-2A der dritte aus der Satelliten-Reihe des europäischen "Copernicus"-Programms.

Die Satelliten haben unterschiedliche Aufgaben. Sentinel-1A war im April 2014 gestartet und kann das Wachstum von Reis erkennen, ein wichtiger Hinweis für die Erntevorhersage. Sentinel-2A hat die Gesundheit der Wälder und Pflanzen im Blick.

Auch der neue Umwelt-"Wächter" hat mehrere Instrumente dabei. Der Missionsbetrieb soll nach Tests und Vorarbeiten in rund fünf Monaten eingeleitet werden. Die Satelliten sind auf eine Missionsdauer von sieben Jahren ausgelegt, haben aber Treibstoff für weitere fünf Jahre an Bord.

Auf Sentinel-3A sollen weitere Satelliten folgen. Ein baugleicher Sentinel-3B ist für 2017 geplant, gestartet werden soll vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana mit einer Vega-Rakete. Die Sentinel-Daten kann jeder kostenlos nutzen. Sie sind aber hauptsächlich für Politiker, Unternehmer, Wissenschaftler und die Landwirtschaft gedacht. Auf die Informationen greifen mindestens 16 000 Nutzer zu.

Esa zu Sentinel-3 (englisch)

DLR zum Erdbeobachtungsprogramm Copernicus

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Ausbildungsbörse an den BBS Verden

Ausbildungsbörse an den BBS Verden

Sieben Tipps, wie Sie im Job gleich viel sympathischer wirken

Sieben Tipps, wie Sie im Job gleich viel sympathischer wirken

Millionäre packen aus: Mit diesen fünf Tipps werden Sie reich

Millionäre packen aus: Mit diesen fünf Tipps werden Sie reich

60 Jahre Mercedes 300 SL Roadster

60 Jahre Mercedes 300 SL Roadster

Meistgelesene Artikel

Dieser Schamane denkt, er kann mit Krokodilen schwimmen - kurze Zeit später ist er tot

Dieser Schamane denkt, er kann mit Krokodilen schwimmen - kurze Zeit später ist er tot

17-Jährige geht feiern, lässt ihr Baby eine Woche lang allein - es verhungert

17-Jährige geht feiern, lässt ihr Baby eine Woche lang allein - es verhungert

Chihuahua frisst schlafendem Besitzer zwei Zehen ab

Chihuahua frisst schlafendem Besitzer zwei Zehen ab

Nach Erdbeben in Mexiko: „Frida“-Wunder bleibt aus

Nach Erdbeben in Mexiko: „Frida“-Wunder bleibt aus

Kommentare