Polizei-Meuterei: Ecuadors Präsident vom Militär befreit

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Meuternde Polizisten vor dem Krankenhaus, in dem Präsident Correa gefangen gehalten wird.

Quito - Die Meuterei von Teilen der ecuadorianischen Polizei und des Militärs ist offenbar zu Ende. Präsident Rafael Correa wurde von einer Sondereinheit des Militärs aus der Gewalt von Polizisten befreit.

Der ecuadorianische Präsident Rafael Correa ist in einer dramatischen Aktion vom Militär aus einem Polizei-Hospital befreit worden. Nach einer wilden Schießerei wurde der Staatschef am Donnerstag (Ortszeit) aus dem Gebäude im Süden der Hauptstadt Quito gebracht und mit einem Auto in Sicherheit gebracht. Kurz darauf traf er im Zentrum der Stadt beim Präsidentenpalast ein, wo ihn tausenden Anhänger erwarteten. Er dankte ihnen für die Unterstützung, während er fast zwölf Stunden in dem Spital festgesessen hatte, das von meuternden Polizisten umstellt gewesen war.

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Ausnahmezustand in Ecuador

In einer flammenden Ansprache beklagte Correa, es sei “völlig unnötig ecuadorianisches Blut vergossen“ worden. Nach seinen Angaben wurden bei der Befreiung fünf Menschen verletzt. Zuvor hatte es geheißen, bei der Meuterei sei mindestens ein Mensch getötet worden. Zugleich dankte Correa den südamerikanischen Staatschefs, die ihm ihre Unterstützung zugesagt hatten. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte sich tief besorgt über die Lage in Ecuador geäußert.Sie seien von “korrupten“ Medien falsch über ein neues Gesetz unterrichtet worden. Das Gesetz, gegen das Teile der Polizei und des Militärs protestieren, sehe keine Einkommenseinbußen für die Sicherheitskräfte vor, betonte Correa.

Erneut versicherte Correa, dass er den Forderungen der Meuterer, denen er einen versuchten Umsturz vorwarf, nicht nachgeben werde: “Aus dem Spital wäre ich entweder als Leiche oder als würdiger Präsident herausgekommen“, sagte der Staatschef. “Hier wird nichts vergeben und nichts vergessen“, warnte der Präsident.

Die Meuterer hatten jedoch von Anfang an gesagt, dass sie keine politischen Absichten hätten, sondern es ihnen nur um die Wahrung ihrer Einkommen gehe. Auch aus den Reihen der Opposition hatte niemand von einem Umsturz gesprochen oder den Rücktritt Correas oder Neuwahlen gefordert.

Der Staatschef war am Morgen in das Spital gebracht worden, nachdem er von wütenden Polizisten angegriffen worden war. “Was sind das für Polizisten“, fragte Correo. Der linksgerichtete Staatschef warf den Polizisten vor, sie hätten sich vor den Karren des früheren Präsidenten Lucio Gutierrez spannen lassen, der einen Umsturz versucht habe. Noch aus dem Krankenhaus heraus hatte er deshalb den Ausnahmezustand verhängen lassen. Gutierrez wies die Vorwürfe in einem Telefoninterview mit dem US-Sender CNN zurück.

dpa

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