Erneut Bombenanschlag in Athen

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Im Dezember wurde in Athen ein Anschlag auf eine Bank verübt.

Athen - Am Samstag wurde das Athener Stadtzentrum  durch einen Bombenanschlag erschüttert. Die Explosion ereignete sich nach Zeugenangaben am zentralen Syntagma-Platz vor dem Parlamentsgebäude.

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Angaben über Verletzte lagen zunächst nicht vor, berichteten Fernsehreporter vor Ort. Der Sprengsatz explodierte in einem kleinen Vorgarten vor dem Parlament. Die Detonation hallte durch das gesamte Stadtzentrum. Nennenswerte Schäden wurden nicht angerichtet. Die Polizei konnte den Tatort nach einem anonymen Hinweis absperren. Die Behörden vermuten hinter dem Anschlag linke Gruppen, die in den vergangenen Monaten wiederholt Polizisten angegriffen und Bomben gezündet hatte.

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In einer ersten Reaktion sprach der Sprecher der Parlamentsfraktion der regierenden Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (Pasok) von einem Anschlag. “Es handelt sich um eine symbolische Nachricht an unsere Demokratie. Wir müssen uns mit denen (Terroristen) konfrontieren“, sagte der Sprecher Christos Papoutsis dem griechischen Fernsehen. Im Parlamentsgebäude seien einige Fensterscheiben zu Bruch gegangen, sagte er weiter.

Seit dem Tod eines 15-Jährigen durch eine Polizeikugel im Dezember 2008 kommt Athen nicht zur Ruhe. Wochenlang gab es gewaltsame Straßenproteste, bei denen Dutzende Geschäfte von Vermummten zerstört wurden. Im Juni wurde ein Polizist ermordet. Ein zweiter war im Januar von schwer bewaffneten Extremisten angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. Außerdem gab es mehrere Bombenanschläge auf Polizeistationen, einen Polizeibus und Banken sowie staatliche Einrichtungen. Zuletzt hatte am 27. Dezember eine Bombe schwere Schäden an dem Gebäude einer Versicherung angerichtet. Zu den Taten bekannten sich die linken Gruppen “Volksaktion“, “Revolutionärer Kampf“ und “Sekte der Revolutionäre“. In ihren Schreiben bezeichneten sie sich als “Stadtguerilla“.

dpa

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