Ermittlungen nach Flugzeugunglück in China

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Die Bruchlandung und das anschließende Feuer waren so stark, dass von dem Flugzeugrumpf wenig übrig blieb.

Peking - Nach dem Flugzeugunglück im Nordosten Chinas mit 42 Toten soll nun geklärt werden, wie es zu der Katastrophe kommen konnte. Das Feuer war so stark, dass von der Passagiermaschine wenig ubrig blieb.

Bei der Bruchlandung einer Passagiermaschine im Nordosten Chinas sind 42 Menschen ums Leben gekommen. 54 Insassen überlebten verletzt. Darunter ist auch der Pilot, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch berichtete. Die Maschine der Fluggesellschaft Henan schoss der Agentur zufolge am Dienstag bei dichtem Nebel über die Landebahn hinaus und ging in Flammen auf.

Das Unglück ereignete sich in der Stadt Yichun in der Provinz Heilongjiang. Ein Augenzeuge berichtete von schweren Turbulenzen beim Landeanflug. Insgesamt befanden sich dem Bericht zufolge an Bord der Maschine 91 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Bei fünf Passagieren handelte es sich um Kinder, wie die chinesische Luftverkehrsbehörde mitteilte. Über ihr Schicksal wurde zunächst nichts bekannt. Die Ursache des Unglücks war unklar. Die Blackbox ist bislang nicht gefunden worden. Der Pilot ist so schwer verletzt, dass er fürs erste nicht befragt werden kann.

Xinhua hatte zunächst von 43 Toten und 53 verletzten Überlebenden berichtet, die Zahlen aber später wieder zurückgenommen. Auf einer Liste der Kommunistischen Partei in Yichun war ebenfalls von 42 Toten die Rede. Xinhua berichtete später, Offizielle seien von ursprünglich 43 Toten ausgegangen, weil eines der Opfer auseinandergerissen war, so dass es als zwei Leichen gezählt wurde.

Die Bruchlandung und das anschließende Feuer waren so stark, dass von dem Flugzeugrumpf wenig übrig blieb. Das verkohlte Heck jedoch war noch größtenteils intakt. Das chinesische Fernsehen berichtete, dass acht Opfer 20 bis 30 Metern von dem Wrack entfernt in einem schlammigen Feld gefunden wurden. Ein paar heftige Stöße hätten das Gepäck aus einigen Ablagefächern über den Sitzen fallen lassen, sagte ein Passagier, der keine offensichtlichen Wunden trug, in einem Fernsehinterview vom Krankenhausbett aus. “Nachdem wir stoppten, rannten die Leute in Panik von hinten nach vorne. Wir versuchten, die Notausgänge zu öffnen, aber das ging nicht. Dann kam Rauch herein, innerhalb kurzer Zeit konnten wir nicht mehr atmen. Ich wusste, dass etwas Schlimmes passieren wird.“

Aus seiner Schilderung ging nicht hervor, zu welchen Zeitpunkt das Flugzeug auseinanderbrach. Der Mann erzählte weiter, er und einige andere Insassen seien in der Nähe der ersten Sitzreihe aus einem Loch in der Bordwand geflüchtet und von dem brennenden Wrack weggerannt. Die Maschine, eine E 190 des brasilianischen Flugzeugbauers Embraer, war knapp eine Stunde vor dem Unglück am Abend (Ortszeit) in Harbin gestartet, der Hauptstadt von Heilongjiang.

dapd

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