Erdogan will kurdische Rebellen vernichten

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Der türkische Ministerpräsident Erdogan beim Begräbnis von elf getöteten türkischen Soldaten.

Ankara - Der türkische Ministerpräsident Erdogan drohte kurdischen Rebellen, die am Wochenende zwölf türkische Soldaten getötet hatten: “Sie werden in ihrem eigenen Blut ertrinken.“

Rebellen der kurdischen Arbeiterpartei PKK haben am Wochenende bei Kämpfen entlang der irakischen Grenze zwölf türkische Soldaten getötet. Bei den Kämpfen wurden türkischen Medienberichten zufolge auch zwölf Rebellen getötet. Die türkische Luftwaffe flog danach am Samstag Angriffe auf mutmaßliche PKK-Stellungen im Nordirak, dessen unzugängliche Gebirgsregion von den Rebellen als Rückzugsgebiet genutzt wird.

Ein Sprecher der irakischen Kurden sagte am Sonntag, ein kurdisches Kind sei bei dem Bombardement getötet und zwei weitere Zivilpersonen verletzt worden. Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül berief wegen der Lage an der irakischen Grenze für den (morgigen) Montag eine Krisensitzung der Sicherheitsorgane ein.

Erdogan sagte, seine Regierung sei entschlossen, ihre Bemühungen zur Versöhnung mit den Kurden fortzusetzen: “Trotz Terrors werden wir unsere Bruderschaft und Einheit noch mehr fördern.“

Die Kämpfe begannen am Samstag mit einem Angriff der kurdischen Rebellen auf einen Außenposten der türkischen Streitkräfte in der Nähe der Stadt Semdinli, einer Gebirgsregion im Dreiländereck von Türkei, Irak und Iran. Dabei wurden neun Soldaten und zwölf Rebellen getötet. 14 Soldaten wurden verletzt. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Anadolu wurden zwei weitere Soldaten bei der Verfolgung der Rebellen bei einer Minenexplosion getötet. Am Sonntag wurde bei einem weiteren Rebellenangriff ein weiterer Soldat getötet.

Der private Fernsehsender NTV berichtete unter Berufung auf die Streitkräfte, eine große Gruppe von Mitgliedern der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK sei vom Irak aus in türkisches Gebiet eingedrungen, um den Militärposten anzugreifen.

Die kurdischen Rebellen haben ihre Angriffe in der Türkei in den vergangenen Monaten drastisch ausgeweitet. Die türkischen Streitkräfte bombardierten daraufhin Stellungen der Rebellen jenseits der Grenze im Irak, die diese als Rückzugsraum nutzen.

Der inhaftierte kurdische Rebellenführer Abdullah Öcalan zog sich Ende Mai von den Bemühungen um einen Friedensdialog zwischen der Regierung und seiner weiterhin aktiven PKK zurück. Er warf Ankara Desinteresse vor.

Am 1. Juni rief die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK eine Intensivierung ihres Kampfes für Autonomie im Südosten der Türkei aus. Nach Angaben der türkischen Streitkräfte sind etwa 4.000 Rebellen im Irak stationiert, 2.500 agieren in der Türkei. Der blutige Kampf begann vor 26 Jahren.

apn

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