Erdbeben der Stärke 7 erschüttert Neuseeland

Wellington - Ein starkes Erdbeben hat die Neuseeländer am Dienstag aus der Abendruhe geschüttelt. Es war über Distanz von 1000 Kilometern zu spüren. Es blieb nach ersten Angaben beim Schreck.

Ein starkes Erdbeben hat am Dienstagabend (Ortszeit) weite Teile Neuseelands erschüttert. Sowohl an der Bucht „Bay of Plenty“ im Norden, als auch in Christchurch fast 1000 Kilometer weiter südlich habe die Erde gebebt, berichteten neuseeländische Medien. Über Schäden gab es zunächst keine Angaben. Die neuseeländische Erdbebenwarte GeoNet schätzte die Stärke auf 7,0, die US-Geologiebehörde USGS berichtete von der Stärke 6,2.

Aus Wanganui an der Südküste der Nordinsel erreichte die Erdbebenwarte ein alarmierender Bericht. Ein Einwohner bewertete das Beben auf einer zwölfstufigen Skala mit acht. Stufe acht definiert GeoNet so: „Alarm im Panikbereich. Einige Häuser beschädigt, und einige schwächere Gebäude zerstört.“

Die Feuerwehr in Waverly bei Whanganui berichtete von Rissen in den Straßen, meldete das Nachrichtenportal stuff.co.nz. „Es bebte und bebte“, berichtete Marea Faigan aus der Nähe von Inglewood den Reportern. „Die Schränke haben gewackelt und ich musste mich am Türrahmen festhalten.“ Schäden wurden in der Nacht aber nicht gemeldet.

Das Beben ereignete sich nach Angaben von GeoNet um 22.36 Uhr Ortszeit (12.36 Uhr MESZ). Das Epizentrum lag etwa 60 Kilometer ereignete sich nach ersten Schätzungen 230 Kilometer unter dem Meeresboden. Die Behörden rechneten wegen der erheblichen Tiefe nicht mit spürbar höherem Wellengang.

Christchurch auf der Südinsel wird seit eineinhalb Jahren von immer wieder neuen teils schweren Beben erschüttert. Im Februar vergangenen Jahres kamen bei einem Beben der Stärke 6,3 mehr als 180 Menschen ums Leben. Die Stadt wurde erheblich beschädigt.

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dpa

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